Pressestimmen

Hier finden Sie Auszüge von Presseveröffentlichungen über die Freilichtspiele Schwäbisch Hall.

Pressestimmen zur Urauführung »Boston Princes« im Haller Globe Theater, am 15. Juli 2011

"... Ein Königsdrama verwoben mit einer tragischen Familiengeschichte. Regisseur Christoph Biermeier lässt es hauptsächlich auf einem gepflegten Friedhof zwischen den Grabsteinen der Familien-mitglieder stattfinden (Bühne: Simone Manthey). Eine gelungene Idee – Tote sind wichtige Cliffhanger in der Kennedy-Saga. ..."

Steffen Becker, www.nachtkritik.de


"... Biermeier hat die Uraufführung des Gewinner-Stücks im Autorenwettbewerb unter dem Motto "Schreiben wie Shakespeare" zur überzeugendsten Inszenierung dieser Spielzeit gemacht. Tempo-reich, schrill, bisweilen grotesk und dann wieder berührend setzt er Werner A. Hofers Parforceritt durch ein Stück jüngste Zeitgeschichte in Szene. ..."

Tanja Kurz, Südwestpresse Ulm


"... Es gibt sie noch, die neuen Stücke, die Familien- und Weltgeschichte in präzisen Dialogen klug verquicken, dabei unterhaltsam sind und vollends überzeugen, wenn sie von einem Regisseur mit Gespür für Details wie dem Haller Intendanten Christoph Biermeier inszeniert werden.  ..."

Andreas Sommer, Heilbronner Stimme


"... Die Inszenierung hat so viel Tempo und Witz, dass man dem Treiben des Kennedy-Clans am liebsten noch Stunden zugesehen hätte. ..."

Daniel Hackbarth, Stuttgarter Zeitung


 
 
 

Pressestimmen zur Uraufführung »Summer of Love« auf der Großen Treppe, am 8. Juli 2011


"...Bunt leuchtend, glitzernd, groovend, imposant: Die Stufen vor St. Michael verwandeln sich im "Summer of Love" einmal mehr in eine Showtreppe - und in was für eine. Nach wenigen Minuten klatschen die Zuschauer mit. Die wilden 60-er Jahre erobern den Marktplatz und die Herzen des Publikums: Donnernder Applaus, Ovationen und Zugabe - die Uraufführung am Freitag wird zum umjubelten Erfolg. ... Hall hat sein "Hair". Prädikat: hingehen." 
Bettina Lober, Haller Tagblatt, 11.07.2011

"... Intendant Christoph Biermeier und sein Chefdramaturg Georg Kistner haben das richtige Gespür, was alles benötigt wird für eine pralle Unterhaltungsrevue, die nicht nur Klischees bedient. ... Jedenfalls kennt sich Regisseur Coy Middlebrock bestens aus, was diese Zeit betrifft, und setzt dies auch in prägnanten Bildern um. ... Doch "Summer of Love" ist auch eine große Musikrevue, für die eine ganz exzellente Band zusammengestellt wurde, welche die verschiedensten Stile meisterhaft beherrscht. ... Die zwei Stunden vergehen wie im Flug ..." 
Armin Friedl, Stuttgarter Nachrichten, 11.07.2011


"... Regisseur Coy Middlebrock verpasst der Geschichte in ihrer Episodenhaftigkeit dennoch den nötigen Schwung und hat dabei auch ein Händchen für die leiseren Töne. Uwe Grünwald unterstützt ihn mit einem fabelhaften Lichtdesign. Und Sommer Ulricksons Choreographien sind einfach großartig. Die historische Treppe vor St. Michael in Kombination mit den wilden 60-ern sind eine Herausforderung, doch Ulricksons lässt die Tanzeinlagen federleicht erscheinen, obwohl sie dem Ensemble auf den Stufen einiges abverlangen. ..." 
Uwe Grosser, Heilbronner Stimme, 11.07.2011


SWR-Korrespondent Harald Holz veröffentlichte seine Kritik auf SWR 4 Frankenradio
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Kritik zur Wiederaufnahme »Der Besuch der alten Dame« (28. Juni 2011, Große Treppe)

"...Das Leitmotiv in Friedrich Dürrenmatts tragischer Komödie "Der Besuch der Alten Dame", deren Wiederaufnahme am Dienstag auf der Großen Treppe ein breites Publikum fand, ist der von Gier getriebene Verfall der Menschlichkeit. ... In seiner Inszenierung der "Alten Dame" spart Regisseur Christoph Biermeier nicht an Lokalkolorit: das "neue Stadtviertel"; der Aufmarsch des Großen Siederhofs; das zum "Goldener Adler" umfirmierte Hotel am Marktplatz. Die fiktive Schweizer Kleinstadt, so macht Biermeier deutlich, kann überall sein: Wir sind alle ein bisschen Güllen. ... Die bis ins Detail präzise und ideenreiche Inszenierung transportiert eine eigene Lesart. ... Die Claire Zachanassian - facettenreich verkörpert von Christiane Lemm - stellt Biermeier emotional und traumatisiert dar: Die entmenschlichte Rachemaschine Dürrenmatts wird hier zur leidenschaftlichen Vergelterin. Erinnert sie sich ihrer Jugend, wird sie zum rührseligen "Klärchen", singt sogar ein Chanson auf ihre Stadt. ... Alfred Ill (Stephan Szász) - der Claire einst schwängerte und vor Gericht verleugnete - ist zunächst Weltmann, dann Gejagter und ergibt sich zuletzt in sein Schicksal. Szász Spielweise ist anrührend, man fiebert und bangt mit ihm, teilt seine Verzweiflung und Fassungslosigkeit.auf der Treppe vorbei, eskortiert vom Gefolge der Alten Dame. ... Die Haller Variante kommt gut an: Das Publikum spendet froh und zustimmend Beifall."

Matthias Schwappach, Haller Tagblatt, 30.06.2011 >>> weiterlesen



 
 
 

Kritiken zu »Der Kirschgarten« (Premiere am 4. Juni 2011, auf der Großen Treppe)

"... Starke Schauspielkunst, unterhaltsame Ideen und eine waghalsige Regie prägen die Inszenierung des „Kirschgarten“ von Anton Tschechow auf der Treppe in Schwäbisch Hall, eingerichtet vom Intendanten der Freilichtspiele, Christoph Biermeier, in der Hauptrolle Julia Amme. ... Beides, die Typen wie die Story, können eine Falle für die Inszenierung sein: Wenn die Geschichte eindimensional runtergespielt wird, wenn die Auseinandersetzung zischen alter Ignoranz gegenüber modernen Zeiten und neuer Ignoranz alter Werte aufgeführt wird wie im Chiemgauer Bauerntheater. Wenn die Typen karikiert werden und ihre Vielschichtigkeit im Klamauk bis hin zum Slapstick überspielt wird. Christoph Biermeier Regierarbeit segelt waghalsig hoch am Wind diese Grenze zwischen Comedy und seriösem Theater ab. ... Alle zwölf Damen und Herren des Ensembles sind vorzügliche Profis, die gut anderthalb Stunden sehenswertes Theater anbieten mit viel Stoff zum Nachdenken über Sein und Sollen, Können und Wollen. ... "

Schwäbische Post, Aalen



"... Christoph Biermeier ... ergänzt das Stück um musikalische, heitere und verblüffende Elemente. ... Es ist ein pfiffiger Kunstgriff: So wird er Tschechows Wunsch gerecht, eine Komödie zu zeigen, ohne die Tragik, die im Text steckt, zu verwässern. Biermeier hat sich ein Ensemble zusammengestellt, das schauspielerische Spitzenleistungen zeigt und darüber hinaus sehr musikalisch ist ... ."

Haller Tagblatt, Schwäbisch Hall




" .... denn dieser Abend strotzt ja nur so von Einfällen, Ideen, Überraschungen, Pointen, von denen aber rein gar nichts zum Selbstzweck oder zum Mittel bloßer Spektakelei gerät, wo sich alles fügt und schickt, um uns nicht allein einen frischen Blick auf Tschechows über hundert Jahre alte Komödie zu geben – in der sich eine hochverschuldete Adelssippe weigert, ihr Gut zu verkaufen, um es schließlich doch zu verlieren –, sondern den Blick vor allem auf uns selbst. ....

Wer übrigens immer noch sein Vorurteil pflegt, bei Freilichtspielen seien leider keine wirklich guten Schauspieler zu erleben, dem sei die Reise nach Schwäbisch Hall zum „Kirschgarten“ geradezu befohlen. Was Biermeiers Ensemble hier im großen Raum eine seits an nötiger Klarheit und Prägnanz erarbeitet und andererseits an Differenzierung und Finesse nie vermissen lässt, hat Erstligaqualität.

Nun, wie Christoph Biermeier die ganze Weite des Areals nutzt, um die Personen im Geflecht ihrer Wünsche und Ängste durchzuchoreografieren, das ist schon staunenswert. Der Kritiker hätte es auch bestaunt. Aber er war zu sehr beschäftigt mit einer Geschichte namens „Der Kirschgarten“. Ein frühes Theater-Sommerglück, groß, klug, süß und bitter zugleich."

Tim Schleider, Stuttgarter Zeitung

 
 
 

Kritiken zu »Der Menschenfeind« (Premiere am 3. Juni 2011, im Haller Globe Theater)


"... Die Übersetzung von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens zeigt, wie aktuell Molières 1666 uraufgeführte Tragikomödie "Der Menschenfeind oder der verliebte Melancholiker" ist. Jens Schmidl (Regie) überführt den gesellschaftskritischen Impetus auf die Schickeria von heute. Sich schnell mit einem Glas Sekt Mut antrinken, den Frust mit Pralinen wegfuttern, durch modische Accessoires und Statussymbole Eindruck schinden. Figuren als Karikaturen bis hin zu einem Oronte, der das Abziehbild des Modefürsten Karl Lagerfeld sein könnte, die das Publikum 110 kurzweilige Minuten amüsieren. ... " Heilbronner Stimme



"... Und Molières Komödie ist ein bitterböser Spiegel der Gesellschaft, der sich im Bühnenbild von Toto materialisiert: Er hat die dreistöckigie Bühne des mit dunkel getönten und spiegelnden Wandelementen fast verkleidet - ein Spiel mit menschlichen Eitelkeiten. Dazu stellt er auf die untere Bühnenebene ... ein schickes Oldtimer-Cabrio. Ein Sunbeam-Talbot ... Mit den aparten Kostümen und der trendigen Schuhmode zweier Berliner Designer schafft Ausstatter Toto einen spannenden und ästhetischen Mix aus Straßentheater, Louis-Phillippe und Vivienne Westwood. Und Regisseur Jens Schmidl gelingt es, aus dem Molière-Personal leidende, liebende und lästernde Menschen, fühl- und fehlbare Wesen zu machen, sie spielen, betrügen und begehren. Die allesamt ausgezeichneten Schauspieler haben die klugen Reime der Fassung von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens im Griff. ... Das Herz der mehr als 340 Jahren alten Komödie schlägt noch immer." Haller Tagblatt

"Es macht großes Vergnügen, die 110 geballten Minuten des Großmeisters der sozialen Charakterkomödie in der flotten, pointierten und konzentrierten Inszenierung von Jens Schmidl zu verfolgen." Schwäbische Post

 
 
 

Theater überwindet Grenzen

Bunte Bühnenwelten beim internationalen Jugendtheaterfestival in Schwäbisch Hall


Rund 100 Jugendliche aus fünf Ländern machen derzeit in Hall Theater - im besten Sinne. Fünf Tage lang zeigen die Theaterfans ihre Produktionen und erleben in zwölf Workshops spannende Bühnenbegegnungen.

von BETTINA LOBER zum Artikel im Haller Tagblatt



Wenn Schüchterne mal aufdrehen

Lea Hübner und Magdalena Knupfer machen beim Theaterfestival mit


Zum vierten Mal gibt es das internationale Jugendtheaterfestival in Hall. Zum ersten Mal sind Lea Hübner und Magdalena Knupfer dabei - und schon nach dem ersten Tag sind die 15-Jährigen begeistert.

von BETTINA LOBER zum Artikel im Haller Tagblatt



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