Judas   ABENDVERANSTALTUNG

 

Es muss einem merkwürdig erscheinen, wenn die zentrale Botschaft einer Religion von Vergebung aller Sünden handelt, aber es gleichzeitig eine Schlüsselfigur gibt, der man nicht vergeben kann. Judas Ischariot galt in der christlichen Welt lange Zeit als Inkarnation des Bösen und ultimativer Sündenbock. Die Rockoper „Jesus Christ Superstar“, die 2016 auf der Großen Treppe zu sehen war, zeigte eine neue Perspektive auf diesen Judas. Noch näher rückt die niederländische Autorin Lot Vekemans dieser Figur, indem sie Judas nach über 2000 Jahren wieder auferstehen lässt. In einem bewegenden intimen Zwiegespräch mit den ZuschauerInnen ringt, schwitzt und kämpft dieser Judas um seine Geschichte, um seine Motive, die sich so sehr unterscheiden von dem, was wir als festgelegt und kanonisiert über sein Tun zu wissen meinen. In der Haller Urbanskirche lässt Gunter Heun, der im vergangenen Sommer unter anderem auf der Großen Treppe als Don Camillo zu sehen war, diesen Judas in der Inszenierung von Christian Doll lebendig werden. Ein Monolog, der unter die Haut geht.

 
 
 

Pressestimmen

Wenn es um große Rollen geht, vertraue Intendant Doll häufig Gunter Heun, heißt es in der Ankündigung. Wer diesen Kraftkerl als Judas in der Urbanskirche erlebt, wie er analysiert, schimpft, flüstert, plaudert, Pausen setzt, weint, schreit, bereut, der bekommt eine Ahnung davon, warum.
Bettina Lober, Haller Tagblatt


Heun braucht in dem von Christian Doll dicht inszenierten Solo nichts als die brillante Vorlage der niederländischen Autorin Lot Vekemans und seine Persönlichkeit, um Judas' Motive und Ziele darzulegen. Es geht ihm darum, seine Tat wieder auf ein menschliches Maß zurückzubringen, die Rolle des ewig Geächteten abzustreifen. Sein Publikum zu manipulieren, aber auch zu überzeugen und es implizit zum Mitfühlen aufzufordern, gehört dazu.

Christoph B. Ströhle, Reutlinger General-Anzeiger


In der Inszenierung von Christian Doll stimmt alles. Text, Darsteller und Spielort faszinieren als Gesamtpaket und das Stück sorgt dafür, dass Gewissheiten und Klischees, die die Christenheit seit 2.000 Jahren mit sich herumschleppt, innerhalb von 60 Minuten umgekehrt werden. Wie weit geht die Christenheit mit ihre Barmherzigkeit? Kann sie dem verzeihen, der den Messias ans Messer geliefert hat?

Thomas Kügler, Harzkurier

 
 
 

Eintrittspreise & Termine

Spielort
Urbanskirche
Unterlimpurger Str. 53
74523 Schwäbisch Hall

Vorstellungstermine
3.,4., 16. und 17. März 2018,
jeweils 19.30 Uhr

Preis: 20,- Euro*

*Ermäßigungen
SchülerInnen, Studierende, Auszubildende, Sozialdienstleistende und Schwerbehinderte: 20 %
Kinder bis 12 Jahre: 50 %
Gruppen ab 20 Personen: 10 %

Alle Eintrittspreise inklusive 1,- € Systemgebühr.

Karten
Touristik und Marketing
Am Markt 9 | 74523 Schwäbisch Hall

Telefon 0791.751-600
Telefax 0791.751-397

karten@schwaebischhall.de


... und an der Abendkasse in der Urbanskirche jeweils 30 Minuten vor Aufführungsbeginn.

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Fotos: Jürgen Weller