Die Wahlverwandtschaften   ABENDVERANSTALTUNG

 

Wahlverwandschaften

nach dem Roman von Johann Wolfgang von Goethe – in einer Fassung von Gunter Heun

Was passiert eigentlich, wenn man sich verliebt? Welche ungeheuren Kräfte wirken da, wenn die ganze Welt nur noch aus einem einzigen Menschen zu bestehen scheint? Ist die Liebe das einzig echte Gefühl in unserem Leben? Oder ist sie ein radikaler Selbstrausch des Verliebten, der sich nur in seiner Verliebtheit selber lieben kann?

Mit Goethes „Die Wahlverwandtschaften“ wird das Haller Theaterzelt zu einem Labor und zu einer Arena des Geschlechterkampfes. Der Begriff der „Wahlverwandt-schaften“ bezieht sich auf zwei chemische Verbindungen, die sich auflösen, wenn sie zusammengebracht werden, um sich anschließend über Kreuz neu zu verbinden. Goethe greift in seinem 1809 erschienenen Roman dieses Phänomen auf und überträgt es auf seine vier Romanfiguren, zwei Männer und zwei Frauen. Dabei wirft er die Frage auf, wie weit der Mensch seinen Gefühlen unterworfen ist. Wird er von seinen Herzenskräften beherrscht, oder kann er sich davon befreien und sich von seiner Vernunft leiten lassen? Goethe beantwortet diese Frage nicht. Die große Spannkraft und Modernität dieser Erzählung speist sich aus der Tatsache, dass er seine Figuren nicht moralisch bewertet, sondern sie lediglich beobachtet.

Premiere am 14. Juni 2017, 20.00 Uhr,
im Haller Theaterzelt

Charlotte Silke Buchholz
Ottilie
Alice Hanimyan

Eduard Gunter Heun
Hauptmann
Dirk Weiler

Regie  Caroline Stolz
Ausstattung  Martin Dolnik
Dramaturgie  Eva Veiders
Regieassistenz Philip Dreher
Ausstattungsassistenz Orpha Bonk
Ausstattungshospitanz Josepha Flemming

 
 
 

Pressestimmen

Es ist ein Hochgenuss, diesen Johann Wolfgang endlich einmal so salopp auf das Wesentliche eingedampft zu sehen. (...) Ein dreifaches Hurra für diese Wohltat gebührt Gunter Heun. Er hat mit seiner — wie es Intendant Christian Doll am Ende der umjubelten Premiere ebenso schlicht wie exakt auf den Punkt bringt — „klugen Fassung“ von Goethes „Wahlverwandtschaften“ ein Meisterstück hingelegt (...).
Womit wir bei der zweiten Glanzleistung wären, welchselbige die glorreichen vier Schauspieler, Regisseurin Caroline Stolz und Dramaturgin Eva Veiders gemeinsam vollbringen: Sie holen aus der tragisch angelegten Geschichte um unerfüllte Liebe, Versuchung, Moral, Entsagung und Tod in eineinhalb Stunden eine erkleckliche Anzahl von Publikumslachern heraus und treten damit den wissenschaftlichen Beweis an, dass es stets der Tonfall ist, der die Musik macht.

Beatrice Schnelle, Haller Tagblatt

Das Vier-Personenstück verzichtet auf Modernismen und punktet mit Einfällen, immenser Spielfreude und einem in seiner Einfachheit überwältigendem Bühnenbild von Martin Dolnik. (...) Während Heun in seiner Text-Collage Beziehungsfragen unter die Lupe nimmt, exponiert Dolnik die Protagonisten auf leerer Drehbühne. Sieben Meter im Durchmesser repräsentiert der innere Kreis den Ort der Handlung. Drumherum anderthalb Meter, Sinnbild für ferne Orte, wo Akteure zu Erzählern werden, per Handkurbel die Spielfläche in Gang setzen oder an einem alten Klavier zwei-, vier- oder achthändig Schuberts f-Moll Fantasie spielen.
Leonore Welzin, Heilbronner Stimme

 
 
 

Anfahrt & Parken

Haller Theaterzelt

Das Haller Theaterzelt befindet sich an der Breiteichstraße in Schwäbisch Hall (Teurershof). Sie erreichen es mit dem Auto über die Stuttgarter Straße/B14 und die Kreisumgehungsstraße K2576.

Kostenlose Parkplätze vor Ort sind ausreichend vorhanden. Es besteht außerdem eine Busanbindung vor und nach allen Vorstellungen über die Stadtbus-Linien 7, 1 und 2. (Zielhaltestelle: „Sportplatz“; 10 Minuten Fahrzeit vom ZOB Schwäbisch Hall Fahrpläne www.stadtbus-sha.de

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