Tanz mit Vivaldi, ein Kühlschrank am Südpol und die jüngste Friedensnobelpreisträgerin: Die Freilichtspiele im Winter 2017/18!

Spannendes Schauspiel, vielseitiges Kinderprogramm, deutsche Chansons und internationaler Tanz in unserem Winterprogramm

 
 
 

Mit unserer „Haller Winterreise“ bieten wir im kommenden Winter erneut ein vielseitiges Programm. Von November 2017 bis März 2018 gibt es zahlreiche packende Schauspielstücke, eine internationale Tanzproduktion, einen musikalischen Ausflug in die Chansons der 30er Jahre und mehrere Inszenierungen für Kinder und Jugendliche zu sehen. Dabei sind zahlreiche Schauspieler zu erleben, die bereits in der vergangenen Spielzeit bei den Freilichtspielen auf der Bühne standen und auch im kommenden Sommer Teil des Ensembles sein werden. Gespielt wird in der Haalhalle, im Adolf-Würth-Saal und in der Urbanskirche. Den Auftakt macht ab dem 30. November eine Inszenierung von Otfried Preußlers „Krabat“ in der Haalhalle. Weitere Highlights im Programm sind unter anderem die Tanzproduktion „Vivaldi Verses“ der Malcolm Sutherland Dance Company sowie das Stück „Malala – Mädchen mit Buch“ unter der Regie des Freilichtspiele-Intendanten Christian Doll.


Vielseitige Angebote für Kinder und Jugendliche

Die Haller Winterreise beginnt am 30. November mit einer spannenden Inszenierung für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren und Erwachsene, die das Gruseln nicht verlernt haben. Das Essener Ensemble TOBOSO erzählt Otfried Preußlers Geschichte um den Waisenjungen „Krabat“, der in der Mühle am Schwarzen Wasser das Müllerhandwerk, aber auch die Kunst der Schwarzen Magie erlernt. Mit live erzeugten Geräuschen, Rhythmen und Gesängen, mit Licht- und Bühneninstallationen entführen die Spieler die Zuschauer in diesen abgründigen Kosmos. Bereits im Vorjahr begeisterte das Ensemble TOBOSO mit ihrem Live-Hörspiel nach Otfried Preußlers „Der kleine Wassermann“. Schauspieler Moritz Fleiter war im Sommer in den Produktionen „Don Camillo und Peppone“ und „Brenz 1548“ auf der Großen Treppe zu sehen.

Die zweite Kinderproduktion im Freilichtspiele-Winterprogramm ist bereits für junge Menschen ab 3 Jahren bestens geeignet. In dieser Kooperation mit den Freilichtspielen Schwäbisch Hall erfinden und erspielen Andreas Entner und Björn Luithardt, beide unter anderem bekannt aus dem Kinderstück „Ox und Esel“, eine bunte Fantasiewelt. Im wunderbar verrückten Stück „Abenteuer im Kühlschrank“ von Roberto Frabetti, das am 13. Januar Premiere in der Haalhalle feiert, wird ein Mann aus heiterem Himmel von seinem Kühlschrank angesprochen, der ihn um Hilfe bittet. Umgehend begibt er sich also mit dem Kühlschrank und weiteren sprechenden Gegenständen auf eine abenteuerliche Reise an den Südpol.

Als drittes Stück für ein junges Publikum steht ab dem 6. Februar eine neue Inszenierung des Freilichtspiele-Intendanten Christian Doll auf dem Programm. Unter seiner Regie taucht die Schauspielerin Martina Maria Reichert in „Malala – Mädchen mit Buch“ in die bewegende Lebensgeschichte der jüngsten Friedensnobelpreisträgerin aller Zeiten ein: Das pakistanische Mädchen Malala Yousafzai weigerte sich, im vom Taliban unterdrückten Swat-Tal auf einen Schulbesuch zu verzichten und berichtete über die Unterdrückung auf einem Blog der BBC. Nur mit viel Glück überlebte sie als 15-jährige einen Mordanschlag. Seitdem inspiriert sie weiterhin Menschen auf der ganzen Welt mit ihrem Kampf für Bildung und die Rechte von Frauen und Kindern. Für dieses Stück, das auch im Sommerprogramm der Freilichtspiele gezeigt wird, sind die Freilichtspiele zu Gast im Adolf-Würth-Saal der Kunsthalle Würth.

Der „Haller Faust“, die Produktion des festspieleigenen Jugendensembles, wird erst im November 2018 Premiere im Neuen Globe gezeigt. Einen ersten Einblick gibt die Leiterin des Projekts, Martina Maria Reichert, am 17. März in einem Workshop.


Chansons und Tanz in der Haalhalle

Einen Vorgeschmack auf die Revue „In der Bar zum Krokodil – Ab in die wilden 20er“, die im Sommer 2018 auf der Großen Treppe stattfindet, gibt die Sopranistin Anja Gutgesell am 15. Dezember in der Haalhalle. In ihrem Konzertprogramm „Marlene, Marika und die Leandere“ präsentiert sie eine Mischung unvergessener Schlager der 30er und 40er Jahre, begleitet vom Pianisten Klaus Feldner. Im Fokus stehen musikalische Glanzlichter der Grandes Dames Marlene Dietrich, Marika Rökk und Zarah Leander und deren schönste autobiografische Anekdoten.

Am 21. und 22. Februar ist dann eine außergewöhnliche internationale Tanzproduktion zu Gast in Schwäbisch Hall. Der schottische Choreograf Malcolm Sutherland, viele Jahre gefeierter Tänzer im Ensemble des Staatstheaters Nürnberg, zeigt sein erstes abendfüllendes Programm in der Haalhalle. Vier junge TänzerInnen aus Japan, Italien, Australien und der Schweiz gehen in „Vivaldi Verses“ auf eine Reise durchs Leben, zwischen Schicksal und freiem Willen, begleitet von fünf bewegenden Arien von Antonio Vivaldi.


Packende Schauspiel-Produktionen

Intensives und berührendes Spiel und eine fast intime Nähe zu den emotional agierenden Spielern ist in den drei Schauspielproduktionen im Winterprogramm der Freilichtspiele zu erleben. Im Januar erzählen die Schauspielerinnen Silke Buchholz („Die Wahlverwandtschaften“, „Don Camillo und Peppone“) und Claudia Wiedemer in der Inszenierung „Patentöchter“ von der Begegnung der Tochter des RAF-Opfers Jürgen Ponto und der Schwester einer Attentäterin, dreißig Jahre nach dem Ponto-Attentat. Das Gastspiel zeigt den aufwühlenden Versuch einer Aufarbeitung zwischen Angehörigen von Tätern und Opfern und wagt damit einen bewegenden und durchaus provozierenden Blick in die bundesrepublikanische Geschichte.

Im März stehen zwei Stücke der zeitgenössischen niederländischen Autorin Lot Vekemans auf dem Programm, die bereits im vergangenen Winter Premiere bei den Freilichtspielen feierten. Silke Geertz und Mario Gremlich verkörpern im berührenden Kammerspiel „Gift“ zwei Ex-Partner, die sich nach Jahren der Trennung am Grab ihres gemeinsamen Sohnes neu begegnen. Im Schauspielmonolog „Judas“ erweckt Gunter Heun, bekannt als Don Camillo in „Don Camillo und Peppone“ auf der Großen Treppe, den Jesus-„Verräter“ Judas Ischariot in der Urbanskirche zum Leben. In einem Monolog, der unter die Haut geht, ringt, schwitzt und kämpft sein Judas um seine Geschichte und seine Motive.


Weihnachten mit den Freilichtspielen

Und zum Jahresende gibt es noch eine besondere Möglichkeit, den Freilichtspielen Schwäbisch Hall zu begegnen: kurz vor Weihnachten lädt das Team der Freilichtspielezum gemeinsamen Feiern in die Haalhalle ein: Plätzchenbacken, spannende Weihnachtsgeschichten, verschiedene Spiele und mehr gibt es am 17. Dezember ab 16 Uhr für die ganze Familie bei „Weihnachten mit den Freilichtspielen“. Ab 19 Uhr findet dann eine „Weihnachtslesung mit Intendant Christian Doll“ statt.


Spielplan der Haller Winterreise


Marlene, Marika und die Leandere

Musikalischer Abend, Haalhalle
15. Dezember, 20 Uhr
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Krabat
Kinder- und Familienstück nach dem Roman von Otfried Preußler (ab 10 Jahren), Haalhalle
30. November, 8.30 Uhr & 11.30 Uhr; 1. Dezember, 10 Uhr & 19 Uhr; 2., 3. Dezember, 15 Uhr
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Weihnachten mit den Freilichtspielen
Sonntag, 17. Dezember, 16 Uhr, Haalhalle
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Weihnachtslesung mit Intendant Christian Doll
Sonntag, 17. Dezember, 19 Uhr, Haalhalle
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Abenteuer im Kühlschrank
Kinder- und Familienstück von Roberto Frabetti (ab 3 Jahren), Haalhalle
Premiere: 13. Januar, 15 Uhr
16. – 18. Januar, jeweils 10 Uhr; 27., 28. Januar, jeweils 15 Uhr
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Patentöchter
Schauspiel nach dem Buch von Corinna Ponto und Julia Albrecht, Haalhalle
20. Januar, 19.30 Uhr
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Malala – Mädchen mit Buch
Schauspielmonolog von Nick Wood, Adolf-Würth-Saal
Premiere: 6. Februar, 19.30 Uhr
21., 22. Februar, 6., 7. März, jeweils 10 Uhr; 7., 23. Februar, jeweils 19.30 Uhr
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Vivaldi Verses
Malcolm Sutherland Dance Company, Haalhalle
21., 22. Februar, jeweils 19.30 Uhr
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Workshop zu: „Haller Faust“
Haalhalle
17. März

Gift
Schauspiel von Lot Vekemans, Haalhalle
21., 22. März, jeweils 19.30 Uhr
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Judas
Schauspielmonolog von Lot Vekemans, Urbanskirche
3., 4., 16., 17. März, 19.30 Uhr
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Autor: Adrian Ministrator

Erstellt am 15. November 2017

 
 
 

Sinnlich, poetisch und ästhetisch: Die internationale Tanzproduktion "Vivaldi Verses" im Februar (Foto: Ludwig Olah)

Moritz Fleiter (Mariolino in "Don Camillo und Peppone") lässt mit dem Essener Ensemble TOBOSO die unheimliche Welt von Otfried Preußlers "Krabat" in der Haalhalle entstehen. (Foto: Sascha Kreklau)

Silke Buchholz, bekannt aus "Don Camillo und Peppone" und "Die Wahlverwandtschaften", verkörpert in "Patentöchter" die Tochter von RAF-Opfer Jürgen Ponto. (Foto: André Vetters)

Martina Maria Reichert nähert sich in "Malala - Mädchen mit Buch" der jüngsten Friedensnobelpreisträgerin aller Zeiten, Malala Yousafzai, an. (Foto: Gela Megrelidze)

Das bewegende Ehedrama "Gift" mit Silke Geertz und Mario Gremlich wird im März wieder aufgenommen. (Foto: Jürgen Weller)

Im Dezember ist Sopranistin Anja Gutgesell zu Gast und entführt mit dem Pianisten Klaus Feldner in "Marlene, Marika und die Leandere" in die Welt der Chansons der 30er und 40er Jahre.

Don Camillo-Darsteller Gunter Heun ist im März erneut in seiner Rolle als Judas Ischariot in Lot Vekemans' Schauspielmonolog "Judas" in der Urbanskirche zu erleben. (Foto: Jürgen Weller)