Jahrestagung der „Zehn deutschen Festspielorte“

Dieses Jahr digital

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Letzten Donnerstag trafen sich die Freilichtspiele Schwäbisch Hall mit den übrigen neun wichtigen Festspielen Deutschlands zur Jahrestagung. Normalerweise wechselt der Tagungsort jedes Jahr reihum, diesmal war ein Treffen natürlich nur virtuell per Videokonferenz möglich. So versammelte sich das Team der Freilichtspiele um Intendant Christian Doll und Geschäftsführerin Jutta Parpart am Donnerstag im Neuen Globe und besprach mit den anderen die vergangene, aktuelle und zukünftige Situation. Alle Festspielorte plagen (mit Unterschieden) ähnliche Sorgen, was vor allem die Unsicherheit betrifft, unter welchen Bedingungen eine Spielzeit im nächsten Sommer stattfinden kann.

„Wird es die Pandemie noch geben? In welchem Ausmaß wird das Publikum wie gewohnt sitzen können oder muss mit Abstand platziert werden? Werden die Karten wie üblich oft lange im Voraus gekauft oder werden nur zögerlich Karten bestellt?“

Unterschiedlich war die Situation in diesem Sommer, einige Festspiele konnten sehr reduziert spielen, andere mussten ganz absagen. Die Freilichtspiele Schwäbisch Hall konnten als einige der wenigen einen umfangreichen Spielplan umsetzen und haben damit sogar die meisten Zuschauer erreicht, knapp 15.000, was in diesen Zeiten enorm ist. Die Konzepte fürs nächste Jahr sind ebenso unterschiedlich, die einen verschieben den kompletten Spielplan von 2020 auf den kommenden Sommer, die Karten behalten dabei ihre Gültigkeit, die anderen setzen, auch um Kosten zu sparen, auf einen verkleinerten Spielplan, bieten dann weniger Neuproduktionen an oder wählen Stücke, die mit einem kleineren Ensemble umsetzbar sind. Alle Festspiele haben mit großem Aufwand an Hygienekonzepten und alternativen Spielplänen gearbeitet, um die Existenz ihres Theaters zu sichern, ein weiterer Ausfall im nächsten Sommer wäre kaum zu meistern. Damit verknüpft sich der Appell an die Politik, die Freilichtspiele im Sommer anders zu betrachten als Veranstaltungen in geschlossenen Räumen. Gerade im Freien konnten die Hygienevorschriften optimal eingehalten werden, kaum eine vergleichbare Veranstaltung kann so sicher angeboten werden wie das Spiel unter freiem Himmel.

Die zehn deutschen Festspielorte werden im nächsten Sommer ein umfangreiches Programm anbieten und hoffen, dass ihr Publikum ihnen treu bleibt.

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