Premiere Nathan der Weise

Premiere auf der Großen Treppe

Wir starten hoffnungsvoll in die Saison! Mit Ihnen und mit Gotthold Ephraim Lessings "Nathan der Weise".

Premiere ist am 12. Juni, es folgen 15 Vorstellungen bis Ende August.
Lessing, Repräsentant einer von den Idealen der Aufklärung geprägten bürgerlichen Literatur, hat Figuren geschaffen, die beispielhaft für Vernunft, Freiheit, Menschlichkeit, Toleranz und gegen Vorurteile, Bevormundung und Willkür stehen. Die „Ringparabel“ verkündet das allen Religionen gemeinsame: Sie müssen sich durch praktische Humanität ausweisen. In Zeiten, in denen religiöse Vorstellungen politisch relevant werden, Bürgerkriege sich auf Religion berufen, im Namen Gottes vielfältiges Unrecht geschieht und die Tradition des aufgeklärten Denkens infrage gestellt wird, scheint eine exemplarische Dichtung wie „Nathan der Weise“ ungemein wichtig. Sie stellt einen Aufruf dar: nicht hinter das Denken des 18. Jahrhunderts zurückzugehen.

Walter Sittler in der Titelrolle ist bekannt aus zahlreichen Fernsehfilmen, Serien und Sitcoms. Jetzt spielt er zum ersten Mal im Ensemble der Freilichtspiele. Sie dürfen jetzt schon gespannt sein, welche Würde, Kraft und Glauben an die Vernunft er in die berühmte Lessing-Figur legen wird. Gunter Heun, der in diesem Jahr auch als „Jedermann“ und als Monsignore in „Sister Act“ auf der Großen Treppe stehen wird, spielt Sultan „Saladin“, Tabea Scholz, auch im „Jedermann“ zu sehen, spielt dessen Schwester „Sittah“. Martin Maecker, der heuer wie im letzten Jahr im „Spiel von Liebe und Zufall“ mittels Baguette den Abstand zu wahren weiß, ist in gleich drei Rollen zu erleben, als „Klosterbruder“, als „Al-Hafi“ und als „Patriarch“. Marlene Reiter und Hauke Petersen haben eben ihr Schauspielstudium an der „Ernst-Busch“ in Berlin und an der „Felix-Mendelssohn-Bartholdy“ in Leipzig abgeschlossen und spielen „Recha“ und den „Tempelherren“. Regie führt Freilichtspiele Intendant Christian Doll, Bühne und Kostüme entwirft Cornelia Brey. Die beiden verbindet eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit, zuletzt beim „Jedermann“.

Wir freuen uns auf Sie!

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