
Oberbürgermeister und 1. Vorsitzender der Freilichtspiele, Daniel Bullinger, und Intendant Christian Doll verkündeten beim heutigen Pressegespräch im Haller Rathaus die Bilanz einer überaus erfolgreichen Jubiläumsspielzeit auf der Großen Treppe und im Neuen Globe. Insgesamt kamen 78.666 Besucherinnen und Besucher nach Schwäbisch Hall, um die insgesamt 138 Aufführungen zu erleben. Ein so gutes Ergebnis konnten die Freilichtspiele in ihrer hundertjährigen Geschichte bisher nur einmal erzielen, im Jahr nach der Eröffnung des Haller Globe Theaters 2001. Publikumsmagnet war das Musical WEST SIDE STORY: 31.750 Zuschauer:innen sahen auf der Großen Treppe die Inszenierung von Intendant Christian Doll. Aber auch Phillip Moschitz spektakuläre Neuinszenierung vom JEDERMANN, dem Stück mit dem 1925 die Geschichte der Freilichtspiele begann, fand mit über 11.000 Zuschauenden ein großes Publikum. Im Neuen Globe war das Kinder- und Familienstück RONJA RÄUBERTOCHTER mit 9.326 Besucher:innen die bestbesuchte Inszenierung gefolgt von Shakespeares ROMEO UND JULIA. Auch künstlerisch zeigten sich Intendant und Oberbürgermeister äußerst zufrieden.
„Wir haben unsere Ziele für diese besondere Spielzeit erreicht und was die Besucherzahlen betrifft deutlich übertroffen“, freut sich Intendant Christian Doll und wirkt dabei durchaus erleichtert. „Ein hundertjähriges Jubiläum ist ja schon eine Herausforderung und es war ein großer Kraftakt für das ganze Team.“ Ungefähr 400 Mitwirkende vor und hinter den Kulissen haben daran mitgewirkt, in dieser Spielzeit ein so vielfältiges und überzeugendes Programm zu präsentieren. Dazu gehörten in der Jubiläumsspielzeit auf der Bühne neben weit über hundert Profis auch viele ehrenamtliche Mitwirkende: Der große Festspielchor, und der große Siedershof, die die Inszenierung des JEDERMANN zu einem Spektakel machten, das Bürger:innen-Tanzensemble in der Produktion FLOCK: ANIMA in der Kirche St. Michael oder das Bürger:innenensemble in dem Theaterspaziergang zur hundertjährigen Geschichte der Festspiele. „Wir wollten das hundertjährige Jubiläum mit der ganzen Stadt feiern,“ berichtet Oberbürgermeister, „gemeinsam mit den Haller Bürgerinnen und Bürgern und zugleich viele Menschen nach Hall locken und sie neugierig auf diese kulturell so lebendige Stadt machen. Ich glaube, dass ist uns gut gelungen.“ Da auch acht weitere Haller Kulturträger Jubiläen feiern, sei daraus ein großes Haller Kulturjahr geworden. „Ich freue mich besonders, dass wir mit so vielen Partnern zusammenarbeiten konnten“, ergänzt Christian Doll, „und ich bin mir sicher, dass sich daraus auch für die Zukunft viele interessante Kooperationen ergeben können.“ Auch die Historie der Festspiele erzählten die Freilichtspiele in einem großen Geschichtenprojekt, zu dem nicht nur ehemalige und aktuelle Mitwirkende, sondern auch das Publikum und die Haller Bürger und Bürgerinnen Beiträge lieferten. Daraus entstanden eine Website und ein Theaterprojekt und das Buch „Hundert mal Sommer“, in dem Geschichten und Bilder aus hundert Jahren zusammengetragen sind. Weitere Aspekte der langen Freilichtspielgeschichte waren in sechs thematisch unterschiedlichen Ausstellungen zu sehen. Eine davon, die Ausstellung „Hinter den Kulissen“ im Hällisch-Fränkischen Museum, ist noch bis Ende des Jahres zu sehen. „Ich bin selber immer wieder begeistert, wenn ich mir vor Augen führe, was aus den Freilichtspielen in hundert Jahren geworden ist“, schwärmt Doll, „und es ist wirklich erfüllend zu sehen, wie viele Menschen wir mit unserem Spiel begeistern können. Die hundertjährige Spielzeit war ein voller Erfolg. Das macht Lust, die Geschichte der Freilichtspiele weiter zu schreiben.“

Szenenfoto von WEST SIDE STORY, © Freilichtspiele Schwäbisch Hall, Ufuk Arslan
Besonders bedankten sich Bullinger und Doll bei den vielen Unterstützern, Förderern und Sponsoren in der Spielzeit, insbesondere beim engagierten Förderverein, bei der Bausparkasse, die neben der jährlichen Spende für den Spielbetrieb auch das neue Orchesterpavillon finanzierte, in dem das 21-köpfige Orchester für die West Side Story Platz fand, und bei RECARO Aircraft Seating für die nachhaltige Erneuerung der Bestuhlung auf dem Marktplatz zum Jubiläum. „Der Zusammenhalt zwischen Kultur und Wirtschaft ist hier sehr gut“ betont der Oberbürgermeister. Darin zeige sich das große Potential der Stadt und der Region. Die Freilichtspiele seien ja selber auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.“ Neben der Förderung durch die Stadt Schwäbisch Hall sei auch die Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg für die Freilichtspiele essentiell. Und auch die Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann in der Jubiläumsspielzeit sei ein wichtiges Zeichen.
Noch ist das Jubiläumsjahr nicht zu Ende, ab Mitte Oktober beginnt im Neuen Globe bereits das Winterprogramm der Freilichtspiele. Dann sind unter anderem auch einige der Darsteller und Darstellerinnen aus dem Ensemble der Freilichtspiele nochmals in ganz unterschiedlichen Produktionen zu erleben. Das Programm findet man ab 24. September auf der Website der Freilichtspiele, der Vorverkauf beginnt am 1. Oktober. Und auch auf die Sommerspielzeit des kommenden Jahres gibt Doll schon einen ersten Ausblick.
Am 12. Juni 2026 wird die Sommerspielzeit mit Schillers KABALE UND LIEBE eröffnet im Juli folgt dann der Musicalklassiker CABARET. Der Vorverkauf für den Sommer beginnt am 22. November 2025.
Informationen und Karten
www.freilichtspiele-hall.de
www.100jahre.freilichtspiele-hall.de
www.schwaebischhall2025.de
Telefon 0791 / 751-600
Freilichtspiele Schwäbisch Hall e.V.