Der Tragödie I. & II. Teil
von Johann Wolfgang von Goethe

Faust

Ein Mensch leidet einsam an seinem Mangel an Resonanz in der Welt. Abgekapselt sehnt er sich nach mehr, als nur ein Teil derselben zu sein. Er will mehr als begreifen – er will ergreifen, sich ermächtigen und die Welt formen. Er will sie sich zu eigen machen und sich selbst in ihr verewigt sehen. Zum Augenblicke dürft ich sagen: Verweile doch, du bist so schön! Es kann die Spur von meinen Erdentagen nicht in Äonen untergehn.

Aus zwei Seelen in der Brust erwächst in diesem Mono-Drama ein vielstimmiger Chor. Max Pfnür spielt in dieser abendfüllenden, gewaltigen Solo-Performance alle Figuren aus FAUST I und II. Die ewige Tragödie vom Strebenden und seiner Verantwortung. Mit jeder Episode, vom Gretchen-Drama bis zur Unterwerfung der Natur im monumentalen Dammbau, steigert sich die Frage nach der Verantwortung des Tätigen. Kritisch legt das Theater offen, wo und wie sich das Verantwortungsgefühl durch Mephistopheles beschwichtigen lässt – wo ein jeder sich schon einmal sagte: „Das steht mir zu!“, „Das ist das Mittel wert!“„Und was der ganzen Menschheit zugeteilt ist will ich in meinem innern Selbst genießen. Mit meinem Geist das Höchst und Tiefste greifen. Ihr Wohl und Weh auf meinen Busen häufen Und so mein eigen Selbst zu ihrem Selbst erweitern Und wie sie selbst am End‘ Auch ich zerscheitern!“

Die Inszenierung dauert 5 Stunden, inklusiv zweier Pausen, in denen die Falstaff-Theaterbar Speisen und Getränke bietet.

Pressestimme
„So […] schafft Pfnür in faustischer Hybris einen Aufmerksamkeits-Hype der besonderen Art. Er spielt im Wesentlichen beide Teile in einem durch, übernimmt dabei alle Rollen […] Und das sehr geschickt und abwechslungsreich. […] Zur herausragenden Leistung des alle Stimmregister ziehenden Max Pfnür, […], kommen die wirksame und sensibel ausgefeilte Musik von Roli Wesp und die Unterstützung für die Regie durch Benjamin Blaikner.“ Drehpunkt Kultur

Textfassung und Spiel Max Pfnür Regie Benjamin Blaikner Musik Roli Wesp

Termin

Samstag, 28. März 2026, 17 Uhr

Dauer 5 Stunden, inkl. zwei Pausen

Spielort

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