Tanztheater von Johanna Richter

fear.less

Wie nah dürfen wir uns kommen? Wie kann körperliches Zusammensein überhaupt noch aussehen in einer Zeit, in der wir uns ständig selbst beobachten, und uns aus einer fast übermächtigen Informationsflut herleiten müssen, was momentan für uns relevant ist? Wie gehen wir mit unseren Ängsten um? Und wie hat die verordnete soziale Isolation unser Verhältnis zu ureigenen, menschlichen Instinkten verändert?

Das interdisziplinäre Tanztheaterstück fear.less mit drei Schauspieler*innen und drei Tänzer*innen beleuchtet das von Ängsten und Unsicherheiten geprägte „Jetzt“ des gesellschaftlichen Lebens in der Pandemie und sucht zugleich nach Möglichkeiten der spielerischen Rückkehr in die größtmögliche Freiheit von Gemeinsamkeit und Nähe. Identifikation und Empathie zwischen Zuschauer*innen und Performer*innen wirken als kraftvolle Wechselwirkung und machen das für beide Seiten aktuelle Thema in der physischen, universellen Sprache des Körpers direkt spürbar. Entsprechend kann in diese Sprache übersetzt werden, was uns in der momentanen Ausnahmesituation bewegt, uns sprachlos und ohnmächtig macht. Die Bühne wird zur Plattform, zum unmittelbaren Erlebnisraum, um aus Angsträumen Möglichkeitsräume zu schaffen, und diese auf kritische, humorvolle und situative Art und Weise zu bespielen.

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In Zusammenarbeit mit dem Ensemble Conrad Ahrens, Erica D´Amico, Amie Jammeh, Jochanah Mahnke, Búi Rouch und João Santiago

Künstlerische Mitarbeit Tim Bergmann
Bühne Mark Rosinski
Kostüm Jörg Christel und Uwe Sinn
Licht H.P. Boden
Ton Philip Kolb
Video Tim Bergmann und Thomas Göbl
Presse / München : Kathrin Schäfer

Termine:
Uraufführung: Neues Globe, Schwäbisch Hall:  28.10.2021 / weitere Vorstellungen: 29./30.10.2021
München Premiere: Schwere Reiter: 26.11.2021 / weitere Vorstellungen: 27./28.11.2021
Weiteres Gastspiel: TiK / Theater in Kempten: 27.1.2022

Eine Kooperative Produktion:
Gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
In Koproduktion mit dem Theater Kempten
Unterstützt vom Migrationsbeirat der Stadt München
Unterstützt vom Bezirksausschuss München 09 (Neuhausen, Nymphenburg) und dem Bezirksausschuss 04 (Schwabing)
Gefördert mit Projektmitteln des Kulturreferats der Landeshauptstadt München
Mit herzlichem Dank für die Unterstützung an das neue Schwere Reiter, die Tanzquelle und den Circus Hub

Termine

6. Juli WA-Premiere
7.,8.,9. Juli
Jeweils 20:00 Uhr

Dauer 1 Stunde 30, keine Pause

Spielort

Neues Globe

Trailer

Ensemble

Conrad Ahrens

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Conrad Ahrens alias "Coco Lee-On" und "Yung Touristz" ist ein aus Basel stammender und in München wohnhafter Schauspieler, Vize-Schweizermeister im Teambeatboxen, Produzent, Texter und Rapper. 2016 spielte er am Staatstheater Wiesbaden im mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Theaterstück "Geächtet" von Ayad Akhtar die Rolle Abe. Von 2017 bis 2021 hat er das Schauspielstudium an der Otto Falckenberg Schule absolviert und stand seither in einigen Produktionen der Münchner Kammerspiele, beispielsweise "Kartoffelparty", "München November 18", "Oktoberfestattentat" und "REIN GOLD" auf der Bühne. Auch in einigen Kurzfilmen der HFF München, Universität Bayreuth, einem Kinofilm und einem Imagefilm für Volkswagen, stand er bereits vor der Kamera. Gleichzeitig gab er einige Konzerte mit seinem Künstlernamen "Yung Touristz" im Sommercasino Basel, am Bscene2018 und Bscene2019 an der "Trap Night".  Seine Songs laufen seit 2015 immer wieder in den Schweizer Radios. In Schwäbisch Hall ist er in diesem Winter in "fear.less" zu erleben.

Erica D´Amico

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Die freiberufliche Tänzerin und Choreografin begann ihre Ausbildung an der National Dance Academy in Rom und besucht die Iwanson International School of Contemporary Dance in München. Sie zeigte eigenen Choreographien,  z.B. 2017 beim Open Stage „Who is next?“, der TanzWerkStattEuropa, und auf der HIER=JETZT Plattform 2019. Ihr Solo „Second Daughter“ erreicht das Finale beim Internationalen Tanz-Solo-Theaterwettbewerb Stuttgart und im Contact Energy Contest Erfurt 2020. Sie arbeitete mit der Johannes Haertl Company und an der Bayerischen Staatsoper in der Oper „Carmen“.  2021 ist sie Tänzerin in der Videoproduktion für „Lucia di Lammermoor“ an der Hamburgischen Staatsoper. Sie ist Performerin in „Shifting Perspectives“ von Franz Erhald Walther am Haus der Kunst in München. Erica D‘Amicios neue Kreationen „When Mirroring“ und „Kindly Restricted“ feierten in München beim Tanzfestival „Make it“ und beim HIER=JETZT 2021 Premiere. Zuletzt war sie Tänzerin in den Produktionen „We are here“ von Anna Konietzny (Muffathalle München) und „Arcadia“ von Christina D´Alberto. In Schwäbisch Hall wird sie in diesem Winter in "fear.less" zu erleben sein.

Amie Jammeh

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Sie absolvierte ihre Ausbildung 2014-2017 an der Iwanson International School of Contemporary Dance in München. 2019 machte sie außerdem eine Ausbildung an der  Tianmeng Shaolin Kung Fu & Tai Chi Academy und nahm an verschiedenen Residenzen in Deutschland,  Belgien, Dänemark und Kroatien teil. Anschließend und währenddessen hatte sie Engagements in Produktionen der freien lokalen, nationalen und internationalen Szene bei: Johannes Haertl Company, Ljuba Avvakumova, Búi Rouch, Jangwoo You, Ayse Güvendiren, Anta Helena Recke, Anna Knöller, Mario Lopes. Seit 2020  ist sie Ensemblemitglied an den Münchner Kammerspielen für die Produktion: „Touch“ / Anouk Van Dijk & Falk Richter und dem KDV Dance Ensemble / Berlin. Zuletzt war sie Tänzerin in der Produktion „Idonemeo“ der Bayerischen Staatsoper.

Jochanah Mahnke

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Jochanah Mahnke kommt aus Berlin und hatte dort verschiedene Engagements :“Herr der Fliegen: survival mode“ / Robert Lehniger / Deutsches Theater; „36x Abschied“ / Steffi Garke/ Academy, Bühnenkunstschule aller Kulturen; „Einige Nachrichten an das All“ / Alina Weinert / Theater im Kino Berlin. Außerdem war sie Mitglied des jungen Ensembles der Neukölner Oper mit: „Odyssée d’Orleans“ / Nadine Bosse.
2016-2020 absolvierte sie ihre Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule. Währenddessen hatte sie Engagements an den Münchner Kammerspielen mit : „Denn wir werden uns glänzend rechtfertigen, weil wir doch radikal unschuldig sind“/ Janet Stornowski ; "Wie hoch ist Augenhöhe?“ / von Crescentia Dünßer / Inklusionsprojekt. Seit 2020 arbeitet sie als freischaffende Schauspielerin für Bühne, Film und Fernsehen mit Sitz in München. Unter anderem in „Der Passfälscher“ (Kino/ Regie: Maggi Peren), „Tatort - fünf Minuten Himmel“ (Regie: Katrin Gebbe). Im Neuen Globe wird sie im Tanztheater "fear.less" zu erleben sein.

Búi Rouch

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Studierte 2010-2011 Schauspiel an der Kogan Academy of Dramatic Arts in London, und in Kopenhagen Tanztheater an der Akademiet – Skolen for Musik, Dans og Teater. Von 2012-2015 absolvierte er seine Tanzausbildung an der Iwanson International School of Contemporary Dance in München. Als Tänzer und Schauspieler arbeitete er mit: Búi Egason Dam, Thomas Lust, Tomer Zirkilevich, Matteo Carvone, Cristina D’Alberto, Daphna Horenczyk, Amie Jammeh, Sara Kramer & Mirce Liljehult, Johannes Härtl, Cindy van Acker,  Samuel Penderbayne, Katja Wachter, Ersan Mondtag.  Er tanzete an der Bayerischen Staatsoper, und erhielt diverse Stipendien und Residenzen. Auf der Plattform „HIER=JETZT“ ist er seit 2016 kontinuierlich mit eigenen Arbeiten zu erleben. Zuletzt arbeitete er als Choreographie Assistent bei der RIVA Dance Company Faröer Inseln.

Búi Rouch ist bereits seit 2015 Tänzer und Performer bei Johanna Richter in den Produktionen „intimate stranger“ und „For you my love!“ Und arbeitet seit 2015 mit Johanna Richter für die Plattform „HIER=JETZT für zeitgenössischen Tanz“ zusammen. Er ist Gastdozent an der Otto-Falckenberg-Schule.

Joao Santiago

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Sein Tanzstudium begann er in Portugal am Conservatório de Música da Jobra und schloss 2017 erfolgreich am ArtEZ Institute of the Arts (NL) mit dem Bachelor Tänzer/Macher ab. In ganz Europa tanzt João und zeigt eigene Choreographien, arbeitete mit verschiedenen Kompanien und Künstlern (Tanz, Zirkus, Straßenperformance, Theater, bildende Kunst) wie Victor Hugo Pontes (Nome Próprio), Joana Gama, Radar 360 Associação Cultural, Romulus Neagu, Noura Rezgui, Anna Konjetzky, Cristina D' Alberto, Alondra Castellanos Arreola, Nicole Beutler, Maged Mohamed, Pedro Dias, Liliana Garcia, Lee Mingwei, Krzysztof Warlikowski, Claude Bardouil, Mateja Koležnik, Laura Saumweber, Laura Manz und anderen. Joãos Sprache und Arbeit ist beeinflusst von verschiedenen künstlerischen Techniken wie klassischem Ballett, Moderne, Bodenarbeit, Kontaktimprovisation, Akrobatik, aber auch Sport, Körpertheater und anderen, die mit dem Studium der Bewegung verbunden sind.

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