Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes / Schauspiel von Hugo von Hofmannsthal

Jedermann

Jedermann hat einfach alles: Geld im Überfluss, Erfolg, Macht, eine unwiderstehliche Geliebte, Freunde und Feinde. Das fühlt sich lebendig an! Aber was ist noch wichtig, wenn dir der Tod plötzlich ein Ultimatum stellt? Der Erfolg der ersten Aufführung des "Jedermann" auf der Großen Treppe vor St. Michael 1925 hat dazu geführt, dass bis heute auf Theater dort gespielt wird. 2019 wird mit der Eröffnung des Neuen Globe zu einem Aufbruchsjahr für die Freilichtspiele. Das inspirierte Intendant Christian Doll, noch einmal Bezug auf die Anfänge zu nehmen und dabei zugleich nach einem heutigen Blick auf diesen universellen Theaterstoff zu suchen, der auch über hundert Jahre nach seiner Uraufführung nicht an Brisanz und Schrecken verloren hat. Ein Muss für alle Freilichtspielfans!


Jedermann Gunter Heun
Buhlschaft, Glaube Martina Maria Reichert
Jedermanns Mutter, Gott Christine Dorner
Guter Gesell Alexander Martin
Tod Stefan Lorch
Arme Nachbarin, Mammon, eine Frau Kerstin Marie Mäkelburg
Schuldknecht, Dicker Vetter Claudius Freyer
Schuldknechts Weib, Werke, eine Frau, Knecht Tabea Scholz
Dünner Vetter, Koch Frerk Brockmeyer
Teufel, Hausvogt, ein Mann Rouven Magnus Stöhr
Musiker Johannes Weik
Kind des Schuldknechts (alternierend) Lucia Gritzki, Bernadette Heinritz, Oksana Jung

Regie Christian Doll
Musikalische Leitung Johannes Weik
Bühne und Kostüme Cornelia Brey
Lichtdesign Uwe Grünewald
Dramaturgie Franz Burkhard
Regieassistenz Philip Dreher
Ausstattungsassistenz Luzia Bozkurt

 

Rezensionen

Gunter Heun ist ein brillanter Jedermann.
Tanja Kurz, Stuttgarter Zeitung

Drama, Tiefgang, Spektakel und Spiellust – Christian Doll bringt in seiner Inszenierung diese Dinge gut zusammen. (...)
Er und sein Ensemble stürzen sich mit großer Lust, mit wohldosiertem Spaß und zugleich mit der gebotenen Ernsthaftigkeit in dieses alte Mysterienspiel. Sie holen es von seinem ehernen Sockel, blasen den Staub ab und setzen es ins Hier und Heute. Das Weihespiel ist kräftig aufpoliert und erstrahlt auf den Theaterstufen in neuem Glanz. Tradition ja, aber bitteschön in zeitgemäßer Form – und das gelingt.
Bettina Lober, Haller Tagblatt

Mit der Neuinszenierung von Freilichtspiel-intendant Christian Doll ist der fromme Klassiker wieder auf der Großen Treppe zu erleben mit einem eindringlichen, unaufgeregten Gunter Heun in der Titelrolle, als sei Jedermann unser Zeitgenosse. Das zerborstene Flugzeug auf den Stufen vor St. Michael ist Sinnbild für den Absturz Jedermanns, viel mehr bedarf es nicht.
Claudia Ihlefeld, Heilbronner Stimme

Doll verläßt sich ganz auf die Dialoge und das schauspielerische Können seines Ensembles. Da wäre zunächst Gunter Heun als "Jedermann" zu nennen, der mit unheimlicher Bühnenpräsenz raumgreifend von einer Ecke der Treppe zur anderen eilt, stets beide Arme weit ausgebreitet, als möchte er die Welt greifen. Überhaupt: Doll nutzt jeden Winkel, den der Platz hergibt.
Ansgar König, Schwäbische Zeitung

Termine

Wiederaufnahme-Premiere: 18. August, 20:30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 19.-22. August, jeweils 20:30 Uhr

Spielort

Große Treppe

Fotos

Ensemble

Frerk Brockmeyer

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Der gebürtige Oldenburger Frerk Brockmeyer war zwanzig Jahre lang als festes Ensemblemitglied im Landestheater Coburg, den Stadttheatern in Bremerhaven und Gießen, am Theater Paderborn sowie zuletzt am Theater Regensburg engagiert. In Regensburg war er u. a. in der Titelrolle von Anton Tschechows „Platonow“ zu sehen und wurde 2016 für seine Rolle als Dave im Schauspielmonolog „NippleJesus“ mit dem Publikumspreis der Bayerischen Theatertage ausgezeichnet. Seit 2017 arbeitet er als freier Schauspieler. In seinem ersten Engagement bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall war er im vergangenen Jahr als Löwe in „Der Zauberer von Oz“ zu sehen. Diese Saison kehrt er als Dünner Vetter in der Wiederaufnahme des „Jedermann“ zurück auf die Große Treppe.

Christine Dorner

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Als verschrobene Signora Christina in „Don Camillo und Peppone“ und als Nonna in „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ spielte sich Christine Dorner bereits bei ihren ersten Auftritten in Schwäbisch Hall im Jahr 2016 in die Herzen der Zuschauer. Die Österreicherin spielte in ihrer langen Karriere u. a. am Theater Bremen, unter Intendant Kurt Hübner eine der innovativsten Bühnen in Deutschland. Ihm folgte sie auch nach Berlin ans Theater der Freien Volksbühne. Seit 2012 ist sie regelmäßig in Inszenierungen des Freilichtspiele-Intendanten Christian Doll zu erleben. So verkörpert sie auch in diesem Sommer erneut Jedermanns Mutter und Gott in der Wiederaufnahme von Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ und ist in "Maria Stuart" als deren Amme Hanna Kennedy zu sehen.

Claudius Freyer

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Als Dicker Vetter im „Jedermann“ kehrt Claudius Freyer in diesem Sommer zurück nach Schwäbisch Hall.  Aber auch in mehreren Rollen in "Der Mann von La Mancha" und in "Maria Stuart" ist er auf der Großen Treppe zu erleben. Im Vorjahr war er bereits als Großgrundbesitzer Pasotti in „Don Camillo und Peppone“ und als Pharao in „Elton John und Tim Rice’s AIDA“ zu sehen. Freyer kann auf eine lange Karriere als Schauspieler auf der Bühne und vor der Kamera zurückblicken. Er spielte u. a. am Pfalztheater Kaiserslautern, am Grips-Theater und am Theater des Westens in Berlin und war im Fernsehen u. a. in „Zappek“, „Polizeiruf 110“ und „Pfarrer Braun“ zu sehen. In den letzten Jahren sorgte er auch mit seiner Rockband „Mates in Rock“ für Aufsehen. Neben zahlreichen Konzertauftritten produzierte er mit der Band auch die Rockkomödie „Himmlisch gerockt“.

Gunter Heun

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Wenn es um große Rollen in Schauspielklassikern geht, vertraut Intendant Christian Doll immer wieder der besonderen Ausstrahlung seines langjährigen Weggefährten Gunter Heun. In Schwäbisch Hall war er zuvor als Don Camillo in „Don Camillo und Peppone“ sowie im Theaterspaziergang „Williams weite Welt“zu erleben, für den er auch die Theaterfassung mitentwickelte. Mit Titelrollen wurde er für "Wilhelm Tell" auf der Großen Treppe betraut, sowie für den„Jedermann“, in dessen Wiederaufnahme er auch im Sommer 2020 zu sehen sein wird. Zudem spielt er in "Maria Stuart" und den Malvolio in der Wiederaufnahme von„Was ihr wollt“ im Neuen Globe. In seiner langjährigen Laufbahn war Heun u. a. am Deutschen Theater Göttingen, am Staatstheater Wiesbaden sowie an den Theatern in Luzern und Regensburg und bei den Gandersheimer Domfestspielen engagiert.

Stefan Lorch

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Als Tod in der Wiederaufnahme von Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ ist Stefan Lorch nun zum zweiten Mal in Schwäbisch Hall zu erleben. In den vergangenen knapp zwanzig Jahren spielte er in zahllose Hauptrollen am Staatstheater Nürnberg. Für deutschlandweites Aufsehen sorgten insbesondere seine Auftritte in der Titelrolle von Büchners „Woyzeck“ in der Inszenierung von Christoph Mehler, die 2012 mit dem Bayerischen Theaterpreis und dem Bayerischen Jugendtheaterpreis ausgezeichnet wurde. 2015 gastierte er als Willy Loman im „Tod eines Handlungsreisenden“ als erste deutsche Produktion am Chinesischen Nationaltheater in Peking. Während seines vorherigen Engagements am Landestheater Sachsen-Anhalt wurde er mit dem Stück „Fleisch“ zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Kerstin Marie Mäkelburg

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Ihr erstes Engagement für „Brenz 1548“ und „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ brachte Kerstin Marie Mäkelburg 2017 zu den Freilichtspielen. Im Winter 2019 präsentierte sie außerdem ihren Marlene-Dietrich-Abend „Mythos Marlene“, mit dem sie im Schmidtchen Theater an der Hamburger Reeperbahn und in Kapstadt gefeiert wurde, im Neuen Globe. Die stimmgewaltige Hamburgerin spielte u. a. am Deutschen Schauspielhaus, am Thalia Theater, am Schmidt Theater und an den Hamburger Kammerspielen. Am TUI-Operettenhaus war sie in den Premierenbesetzungen zahlreicher Musical-Großproduktionen, etwa als Lisa Wartberg in „Ich war noch niemals in New York“. Im Freilichtspiele-Sommer 2020 kehrt sie als Mammon in der Wiederaufnahme des „Jedermann“ zurück auf die Große Treppe. Im Neuen Globe wird sie in "Blues Brothers" zu erleben sein.

Alexander Martin

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Alexander Martin studierte Jazz/Rock/Pop-Gesang an der HMT Leipzig und ist nicht nur als Schauspieler und Musicaldarsteller unterwegs, sondern auch als Sänger, Gitarrist, Komponist, Texter und Musikproduzent. Mit der Rockband „Kiloherz“ tourte er durch Europa, u. a. als Vorband von Christina Stürmer, Silbermond oder Nina Hagen. Auf der Bühne war er u. a. als Udo Lindenberg im Lindenberg-Musical „Hinterm Horizont“ in Hamburg, als Brad in der „Rocky Horror Show“ in Erfurt sowie als Azolan in „Gefährliche Liebschaften“ unter der Regie des Intendanten Christian Doll in Bad Gandersheim zu sehen. Mit Christian Doll arbeitet er nun in Schwäbisch Hall als Darsteller des Guten Gesells in der Wiederaufnahme des „Jedermann“ erneut zusammen.

Martina Maria Reichert

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Martina Maria Reichert verkörpert in diesem Sommer die Titelrolle der "Maria Stuart" auf der Großen Treppe, und ist außerdem erneut als Buhlschaft in der Wiederaufnahme des „Jedermann“, sowie als Gräfin Olivia in der Wiederaufnahme „Was ihr wollt“ im Neuen Globe zu erleben.. Als Schauspielerin war sie u. a. an den Münchener Kammerspielen, dem Schauspiel Frankfurt und dem Theater Freiburg engagiert und erhielt für ihre Mitwirkung in „Kaspar Häuser Meer“ am Theater Erlangen einen Darstellerpreis bei den Bayerischen Theatertagen. Im Fernsehen war sie u. a. in der BBC-Produktion „Nuclear Secrets“ zu erleben. Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin und Regisseurin ist sie auch als Life- und Businesscoach tätig. Außerdem leitet sie regelmäßig Jugendprojekte, so auch vergangenes Jahr „Wir sind Faust“, das integrative Projekt des Freilichtspiele-Jugendensembles.

Tabea Scholz

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Die Schauspielerin Tabea Scholz ist in diesem Sommer in den Rollen als Werke und Weib des Schuldknechts in der Wiederaufnahme von „Jedermann“ zum zweiten Mal auf der Großen Treppe zu erleben. Mit Intendant Christian Doll verbindet sie jedoch eine mehrjährige Zusammenarbeit bei den Gandersheimer Domfestspielen, wo sie unter anderem in der Hauptrolle der Sara in der Uraufführung des Musicals „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ zu sehen war. Lange Jahre war Scholz am Theater Magdeburg engagiert, wo sie sowohl im Schauspiel als auch im Musiktheater große Rollen wie die Mascha in „Drei Schwestern“ oder die Sally Bowles in „Cabaret“ verkörperte. Zuletzt spielte sie an der Komödie Kassel die Elke Balz im Stück „Zickenzirkus“.

Rouven Magnus Stöhr

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Unter anderem als Blechmann und in weiteren Rollen im Kinder- und Familienstück „Der Zauberer von Oz“ im Neuen Globe war Rouven Magnus Stöhr erstmals bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall zu erleben. In diesem Jahr wird er neben der Rolle des Teufel in der Wiederaufnahme des "Jedermann" auch in "Maria Stuart" auf der Großen Treppe zu sehen sein. Er erhielt seine Ausbildung an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Seitdem war er in zahlreichen Rollen an der Volksbühne Berlin zu erleben, darunter William Shakespeares „Titus Andronicus“, und die Stücke „Exodus“ und „Blutsbrüder“. Regelmäßig arbeitet Stöhr auch an verschiedenen Wiener Theatern, u. a. am Theater der Jugend, wo er zuletzt als Roger in „Der Fluch des David Ballinger“ zu sehen war.