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Schauspiel von Lot Vekemans

Judas

Es muss einem merkwürdig erscheinen, wenn die zentrale Botschaft einer Religion von Vergebung aller Sünden handelt, aber es gleichzeitig eine Schlüsselfigur gibt, der man nicht vergeben kann. Judas Ischariot galt in der christlichen Welt lange Zeit als Inkarnation des Bösen und ultimativer Sündenbock. Die niederländische Autorin Lot Vekemans zeigt eine neue Perspektive auf diesen Judas, indem sie ihn nach über 2000 Jahren wieder auferstehen lässt. In einem bewegenden intimen Zwiegespräch mit den ZuschauerInnen ringt, schwitzt und kämpft er um seine Geschichte, um seine Motive, die sich so sehr unterscheiden von dem, was wir als festgelegt und kanonisiert über sein Tun zu wissen meinen.
Gunter Heun lässt diesen Judas in der Inszenierung von Christian Doll lebendig werden. Ein Monolog, der unter die Haut geht.

Nach erfolgreichen Aufführungen in der Urbanskirche jetzt nochmals im Neuen Globe. Gunter Heun war in Hall u.a. als „Don Camillo“, „Wilhelm Tell“, „Jedermann“, "Saladin" und „Malvolio“ zu erleben.

Es spielt Gunter Heun
Regie Christian Doll

 

Rezensionen

Wenn es um große Rollen geht, vertraue Intendant Doll häufig GunterHeun, heißt es in der Ankündigung. Wer diesen Kraftkerl als Judas in der Urbanskirche erlebt, wie er analysiert, schimpft, flüstert, plaudert, Pausen setzt, weint, schreit, bereut, der bekommt eine Ahnung davon, warum. 
Bettina Lober, HallerTagblatt
 
Heun braucht in dem von Christian Doll dicht inszenierten Solo nichts als die brillante Vorlage der niederländischen Autorin Lot Vekemans und seine Persönlichkeit, um Judas' Motive und Ziele darzulegen. Es geht ihm darum, seine Tat wieder auf ein menschliches Maß zurückzubringen, die Rolle des ewig Geächteten abzustreifen. Sein Publikum zu manipulieren, aber auch zu überzeugen und es implizit zum Mitfühlen aufzufordern, gehört dazu. 
Christoph B. Ströhle, Reutlinger General-Anzeiger
 
In der Inszenierung von Christian Doll stimmt alles. Text, Darsteller und Spielort faszinieren als Gesamtpaket und das Stück sorgt dafür, dass Gewissheiten und Klischees, die die Christenheit seit 2.000 Jahren mit sich herumschleppt, innerhalb von 60 Minuten umgekehrt werden. Wie weit geht die Christenheit mit ihrer Barmherzigkeit? Kann sie dem verzeihen, der den Messias ans Messer geliefert hat? 
Thomas Kügler, Harzkurier

Termine

2. und 3. April, jeweils 19:30 Uhr

Spielort

Neues Globe

Ensemble

Gunter Heun

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Wenn es um große Rollen in Schauspielklassikern geht, vertraut Intendant Christian Doll immer wieder der besonderen Ausstrahlung seines langjährigen Weggefährten Gunter Heun. In Schwäbisch Hall war er in den Vorjahren unter anderem als Don Camillo in „Don Camillo und Peppone“ sowie im Theaterspaziergang „Williams weite Welt“ zu erleben, für den er auch die Theaterfassung mitentwickelte. Mit Titelrollen wurde er für "Wilhelm Tell" auf der Großen Treppe betraut, sowie für den „Jedermann“, in dessen Wiederaufnahme er auch im Sommer 2021 zu sehen sein wird. Zudem verkörpert er Monsignore O'Hara in "Sister Act", sowie Saladin in "Nathan der Weise". Im Winter wird er in dem Monolog "Judas" und in der Weihnachtskomödie "Der Messias" zu sehen sein. In seiner langjährigen Laufbahn war Heun u. a. am Deutschen Theater Göttingen, am Staatstheater Wiesbaden sowie an den Theatern in Luzern und Regensburg und bei den Gandersheimer Domfestspielen engagiert.

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