Friedrich Schiller
Ein bürgerliches Trauerspiel

Kabale und Liebe

Schillers letztes Drama aus dem Sturm-und-Drang schildert den vergeblichen Versuch, die Liebe zweier junger Menschen ungeachtet aller Standesschranken zu ermöglichen. Karriereinteressen, Willkürherrschaft und die Zwänge einer feudalen Gesellschaft, wie sie tatsächlich Schillers Lebenswirklichkeit entsprachen, lassen das Geschehen unaufhaltsam in eine Tragödie münden. Ferdinand, dem Adeligen, wird es nicht erlaubt sein, die bürgerliche Geliebte Luise zu heiraten. – Schiller zeichnet die Figuren lebenssatt und plastisch: die kluge und empfindsame Luise neben dem heißspornigen Ferdinand, die tapfere Lady Milford, den anklagend kummervollen Diener, den patriarchal-eigennützigen Präsidenten, den schleimigen Wurm, den exzentrisch selbstverliebten von Kalb, und den bürgerlich-stolzen Miller. Eine Milieu- und Charakterstudie als Aufschrei gegen eine zutiefst inhumane Staatsform.

Besuchen Sie auch unsere Veranstaltungen zur Inszenierung: Die öffentliche Leseprobe „Schiller lesen“ in der Haalhalle am 11. Mai um 19 Uhr, die Einführungen zum Werk jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Haller Rathaus.

Regie Christian Doll
Bühne und Kostüme Cornelia Brey

Luise Jelena Kunz
Ferdinand Marius Petrenz
Präsident von Walter Gunter Heun
Hofmarschall von Kalb Tobias Rott
Lady Milford AnnPhie Fritz
Wurm Nikolaij Janocha
Miller Mario Gremlich
Dessen Frau Martina Maria Reichert

Termine

Premiere 12. Juni

Öffentliche Generalprobe 11. Juni
[ Karten kaufen ]

Weitere Vorstellungen 13., 14., 18., 19., 20. Juni, 17., 18., 19. Juli, 6., 7., und 8. August

jeweils um 20:30 Uhr

Spielort

Große Treppe

Ensemble

AnnPhie Fritz

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AnnPhie Fritz ist Schauspielerin, Kabarettistin, Autorin und Theaterpädagogin. Die gebürtige Wienerin studierte in Salzburg und Berlin. 2019 brachte sie die ÖEA von Kae Tempest’s „Wasted“ in Wien auf die Bühne. 2023 war ihr Text "Nacht. Starre." im Finale des open mike Literatur-Wettbewerbs. Als Schauspielerin gastierte sie u.a am Staatstheater Kassel, am Landestheater Marburg und im Alten Schauspielhaus Stuttgart und wirkte in zahlreichen freien Produktionen in Wien mit. Als Theaterpädagogin und Dramaturgin arbeitete sie bereits in den letzten beiden Spielzeiten bei den Freilichtspielen. 2025 co-inszenierte sie etwa das Jugendensemble und leitete das Ensemble+. Ihr Kabarettdebüt SHANTI SCHATZI feierte 2025 Deutschlandpremiere im Neuen Globe. In diesem Sommer spielt sie Lady Milford in „Kabale und Liebe“.

Mario Gremlich

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Der Schweizer Mario Gremlich stand erstmals vor sechszehn Jahren als Marquis von Posa in Schillers „Don Carlos“ auf der Großen Treppe vor St. Michael. In den letzten Jahren folgten Auftritte in „Wilhelm Tell“, „Gift“ und „In der Bar zum Krokodil – Ab in die wilden 20er“ in der Rolle des Großindustriellen Wilhelm. Zuletzt war der ehemalige Leiter des Liechtensteiner Theaters am Kirchplatz für mehrere Spielzeiten im Festengagement am Theater Vorpommern tätig, wo er unter anderem als Serge in Yasmina Rezas „Kunst“, Woyzeck in Georg Büchners „Woyzeck“, Herodes Antipas in „Jesus Christ Superstar“, Polonius und Fortinbras in „Hamlet“ zu sehen war. In Hall spielte er Havlitschek, Hierlinger Ferdinand und Mister in „Geschichten aus dem Wiener Wald", übernahm die Rolle Sir Tobi in „Was ihr wollt" und spielte Paulet in "Maria Suart". In diesem Jahr ist er Miller in "Kabale und Liebe".

Gunter Heun

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Wenn es um große Rollen in Schauspielklassikern geht, vertraut Intendant Christian Doll immer wieder der besonderen Ausstrahlung seines langjährigen Weggefährten Gunter Heun. In Schwäbisch Hall war er in den Vorjahren unter anderem als Don Camillo in „Don Camillo und Peppone“ sowie im Theaterspaziergang „Williams weite Welt“ zu erleben, für den er auch die Theaterfassung mitentwickelte. Mit Titelrollen wurde er für "Wilhelm Tell" auf der Großen Treppe betraut, sowie für den „Jedermann“. Zudem verkörpert er Monsignore O'Hara in "Sister Act", Malvolio in Shakespeares "Was ihr wollt", sowie Saladin in "Nathan der Weise", die Titelrolle in "Cyrano de Bergerac", Leicester in "Maria Stuart", die Titelrolle in "Der eingebildete Kranke"und den Vater von Ronja in "Ronja Räubertochter" . In seiner langjährigen Laufbahn war Heun u. a. am Deutschen Theater Göttingen, am Staatstheater Wiesbaden sowie an den Theatern in Luzern und Regensburg und bei den Gandersheimer Domfestspielen engagiert. In diesem Jahr spielt er den Präsidenten in "Kabale und Liebe" und wiederum Capulet in "Romeo und Julia".

Nikolaij Janocha

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Nach dem Schauspielstudium an der Universität Mozarteum in Salzburg war Nikolaij Janocha zunächst in Rottweil (2013/14) und am Staatstheater Braunschweig (2014-2016) engagiert. Es folgten Produktionen in Wien (UA “Mutterseele” von Thomas Perle, ÖEA “Wasted” von Kae Tempest) und am Theater Kanton Zürich (“Die Schwarze Spinne”). 2018-2023 spielte Janocha am THEATER GRAND GUIGNOL Braunschweig in fünf Uraufführungen. Er ist immer wieder an verschiedenen Theatern im deutschsprachigen Raum zu sehen: etwa in bereits fünf Produktionen an den Schauspielbühnen Stuttgart seit 2018, am DT Göttingen, zuletzt am Theater am Wandlitzsee bei Berlin. Nikolaij Janocha lebt in Berlin und ist neben seiner Theaterarbeit als Sprecher tätig. 2026 spielt er bei den Freilichtspielen die Rolle des Wurm in „Kabale und Liebe“.

Jelena Kunz

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Bereits vor ihrem Schauspielstudium an der Hochschule Stuttgart sammelte sie diverse Bühnenerfahrungen, hauptsächlich bei Tanz- und Konzertauftritten. In ihrem letzten Studienjahr spielte sie u.a. in Calixto Bieitos Inszenierung "Bernarda Albas Haus" am Staatstheater Stuttgart und wurde dann festes Ensemblemitglied am Pfalztheater Kaiserslautern. Von 2019-2023 spielte sie dort v.a. Haupt- und Titelrollen u.a. "Minna von Barnhelm" und "Katharina Blum" und in der UA "Die toten Freunde (Dinosauriermonologe)" von Ariane Koch, welche zu den Berliner Theatertagen eingeladen wurde. Seither ist sie als freiberufliche Theater-, Film-, Fernseh- sowie Synchronschauspielerin tätig, zuletzt am Detmolder Landestheater in „Stolz und Vorurteil*(*oder so)“. In Hall spielte sie Toinette in „Der eingebildete Kranke“ und in der Titelrolle "Ronja Räubertochter". In diesem Jahr ist sie Luise in "Kabale und Liebe".

Marius Petrenz

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Studierte ab 2019 Schauspiel an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Gastengagements führten ihn ans Schauspiel Stuttgart und an das Theater im Marienbad in Freiburg. Nach seinem Abschluss wurde er ab 2023 für zwei Jahre Ensemblemitglied im Pfalztheater Kaiserslautern, wo er u.a. mit Elina Finkel ("Untröstliche Schatten") und Sascha Hawemann ("Bauern, Bonzen und Bomben") arbeitete. Nach einem Tanzintensivprogramm am ADDA Advanced Dance Institute Barcelona spielt Marius Petrenz im April 2026 in der Aalener Produktion "ich sehe was / was du nicht siehst" auf dem Heidelberger Stückemarkt und wird schließlich ab Juni als Ferdinand in "Kabale und Liebe" bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall zu sehen sein.



Martina Maria Reichert

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In der Spielzeit 2019 war Martina Maria Reichert als Glaube und als Buhlschaft in der Wiederaufnahme des „Jedermanns“ auf der Großen Treppe zu erleben. Als Schauspielerin war sie unter anderem an den Münchener Kammerspielen, dem Schauspiel Frankfurt und dem Theater Freiburg engagiert und erhielt für ihre Mitwirkung in „Kaspar Häuser Meer“ am Theater Erlangen einen Darstellerpreis bei den Bayerischen Theatertagen. Im Fernsehen war sie darüber hinaus in der BBC-Produktion „Nuclear Secrets“ zu erleben. Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin und Regisseurin ist sie auch als Life- und Businesscoach tätig. Außerdem leitet sie regelmäßig Jugendprojekte, so auch 2018 „Wir sind Faust“, das integrative Projekt des Freilichtspiele-Jugendensembles. In Hall spielte sie die Mutter in „Geschichten aus dem Wiener Wald", Olivia in "Was ihr wollt", Lovis in "Ronja Räubertochter" und die Titelrolle in "Maria Stuart". Zudem führte sie Regie beim den Bürgerprojekten "Momo" und "Glückskind". In diesem Jahr spielt sie Frau Miller in "Kabale und Liebe".

Tobias Rott

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Tobias Johannes Erasmus Rott erhielt seine Ausbildung zum Schauspieler an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Engagements führten ihn u.a. nach Koblenz, Hamburg, Mainz und Potsdam, wo er Rollen wie den Conférencier in „Cabaret“, Mephisto in „Faust“ oder den Hermann in der „Hermannsschlacht“ spielte. Seit vielen Jahren arbeitet er vorrangig als Regisseur, u.a. in Berlin, Bremerhaven, Esslingen, Potsdam und Meiningen. Neben eigenen Texten inszenierte er „Viel Lärm um nichts“ von Shakespeare, „Dantons Tod“ von Büchner, „Kabale und Liebe“ von Schiller, die Musical-Uraufführung „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ oder Operetten wie „Im weißen Rössl“ und „Schwarzwaldmädel“. Seine Arbeit „Bezahlt wird nicht“ war zum Komödienfestival nach Bruno / Tschechien eingeladen, für „Hinkemann“ war er 2020 in Kritikerumfragen zweimal als „Beste Regie“ nominiert. Bis Sommer 2021 war Tobias Rott zudem drei Jahre Schauspieldirektor am Meininger Staatstheater. In Hall ist er als Hofmarschall von Kalb in „Kabale und Liebe“ zu sehen.

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