Trauerspiel von Friedrich von Schiller

Maria Stuart

Meine Maria empfindet und erregt keine Zärtlichkeit, ihr Schicksal ist nur heftige Passion zu erfahren und zu entzünden.

Wer sieht es diesen kahlen Wänden an,
Dass eine Königin hier wohnt? Wo ist
Die Himmeldecke über ihrem Sitz?


Vor 220 Jahren, am 14. Juni 1800, fand die Uraufführung in Weimar statt und die Erinnerung war noch wach an die sieben Jahre zuvor öffentlich hingerichtete Marie-Antoinette, an die Anklage wegen Hochverrats, des versuchten Umsturzes. Bei Maria Stuart sind es die Mordpläne gegen Elisabeth. Die Stationen ähnlich: Verlust des Königtums, Gefängnis, Anklage, Hinrichtung. Marias Tötung ist im Drama ein politisches Unrecht, das wiederum den tragischen Anlass für ihre innere Läuterung bietet. Schuldig ist sie als untreue Ehefrau und Anstifterin zum Gattenmord, während sie nun für ein Verbrechen, das sie nicht beging, schuldlos hingerichtet werden soll. Während sie an Größe gewinnt, erscheint Elisabeth zunehmend überfordert, eine Regentin die vor ihrer Verantwortung flieht, zaudert und verbittert zurückbleibt, als Gefangenen ihres Amtes. Schillers klassisches Endspiel zeigt seine Kunst, abstrakte Begriffe wie Freiheit, Verantwortung und Würde in lebendige Figuren zu verwandeln, die auf historischem Boden agieren und uns Heutigen eine Möglichkeit zu politischem, grundsätzlichen Denken bietet.

 

Termine

Öffentliche Generalrpobe: 12. Juni, 20:30 Uhr
Premiere:
13 Juni, 20.30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 14., 18.-21. Juni, 23.-25. Juli, jeweils 20:30 Uhr

30 Minuten vor jeder Vorstellung findet eine Stückeinführung im Rathaus statt.
Am 24. Juli zusätzlich ein Theatergespräch nach der Vorstellung.

Spielort

Große Treppe