• Home
  • VeranstaltungsDetailsSeite
Dramatisches Gedicht von Gotthold Ephraim Lessing

Nathan der Weise

Lessing, Repräsentant einer von den Idealen der Aufklärung geprägten bürgerlichen Literatur, hat Figuren geschaffen, die beispielhaft für Vernunft, Freiheit, Menschlichkeit, Toleranz und gegen Vorurteile, Bevormundung und Willkür stehen. Die „Ringparabel“ verkündet das allen Religionen gemeinsame: Sie müssen sich durch praktische Humanität ausweisen. In Zeiten, in denen religiöse Vorstellungen politisch relevant werden, Bürgerkriege sich auf Religion berufen, im Namen Gottes vielfältiges Unrecht geschieht und die Tradition des aufgeklärten Denkens infrage gestellt wird, scheint eine exemplarische Dichtung wie „Nathan der Weise“ ungemein wichtig. Sie stellt einen Aufruf dar: nicht hinter das Denken des 18. Jahrhunderts zurückzugehen.

Walter Sittler in der Titelrolle ist bekannt aus zahlreichen Fernsehfilmen, Serien und Sitcoms. Jetzt spielt er zum ersten Mal im Ensemble der Freilichtspiele.

Jetzt Trailer ansehen >>>

 
Nathan Walter Sittler
Recha
Marlene Reiter
Daja
Christine Dorner
Saladin
Gunter Heun
Sittah
Tabea Scholz
Tempelherr Hauke Petersen
Derwisch/Klosterbruder/Patriarch
Martin Maecker

Regie Christian Doll
Bühne und Kostüme Cornelia Brey
Dramaturgie Franz Burkhard
Regieassistenz Anna-Carina Pilzecker
Ausstattungsassistenz Fernanda Jardí

 

Rezensionen

"Doll setzt in dankenswerter Weise nicht auf kurzfristige Effekte, die den Spielfluss unterbrechen würden, sondern auf die pure Jahrhunderte überdauernde Kraft der Sprache. Und dieser verleihen die nur sieben Darsteller den ganzen Abend über in vorbildlicher Weise Ausdruck. Alle artikulieren deutlich, haben jederzeit das richtige Tempo und den passenden Ton, machen das Geschehen nachvollziehbar und die inneren Konflikte erlebbar."
Monika Everling, Haller Tagblatt

 

Termine

Weitere Vorstellungen im Sommer 2022.

Spielort

Große Treppe

Trailer

Ensemble

Christine Dorner

->

Als verschrobene Signora Christina in „Don Camillo und Peppone“ und als Nonna in „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ spielte sich Christine Dorner bereits bei ihren ersten Auftritten in Schwäbisch Hall im Jahr 2016 in die Herzen der Zuschauer. Die Österreicherin spielte in ihrer langen Karriere u. a. am Theater Bremen, unter Intendant Kurt Hübner, auf einer der innovativsten Bühnen Deutschlands. Ihm folgte sie auch nach Berlin ans Theater der Freien Volksbühne. Seit 2012 ist sie regelmäßig in Inszenierungen des Freilichtspiele-Intendanten Christian Doll zu erleben. So verkörpert sie auch in diesem Sommer erneut Jedermanns Mutter und Gott in der Wiederaufnahme von Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“. Zudem ist Dorner als Daja in "Nathan der Weise" zu erleben.

Gunter Heun

->

Wenn es um große Rollen in Schauspielklassikern geht, vertraut Intendant Christian Doll immer wieder der besonderen Ausstrahlung seines langjährigen Weggefährten Gunter Heun. In Schwäbisch Hall war er in den Vorjahren unter anderem als Don Camillo in „Don Camillo und Peppone“ sowie im Theaterspaziergang „Williams weite Welt“ zu erleben, für den er auch die Theaterfassung mitentwickelte. Mit Titelrollen wurde er für "Wilhelm Tell" auf der Großen Treppe betraut, sowie für den „Jedermann“, in dessen Wiederaufnahme er auch im Sommer 2021 zu sehen sein wird. Zudem verkörpert er Monsignore O'Hara in "Sister Act", sowie Saladin in "Nathan der Weise". Im Winter wird er in dem Monolog "Judas" und in der Weihnachtskomödie "Der Messias" zu sehen sein. In seiner langjährigen Laufbahn war Heun u. a. am Deutschen Theater Göttingen, am Staatstheater Wiesbaden sowie an den Theatern in Luzern und Regensburg und bei den Gandersheimer Domfestspielen engagiert.

Martin Maecker

->

Martin Maecker ist in Wuppertal geboren und aufgewachsen und studierte Schauspiel am Mozarteum Salzburg und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Graz. Es folgten Engagements bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall (u.a. „Kabale und Liebe“ Regie: Donald Berkenhoff und „Ein Sommernachtstraum“, Regie : Christoph Biermeier), darüber hinaus am Jungen Theater Göttingen, am Theater Marburg und am Theater Erlangen. Außerdem arbeitet er für Film und Fernsehen, als Sprecher und hat über die Jahre diverse eigene Theaterabende entwickelt, unter anderem sein Soloprogramm „heute DADA - Vitaler Nebel mit Sinn ist im Leben relativ“. Als Regisseur brachte er zuletzt am Theater Erlangen die Stückentwicklung „Macht nichts! Ein Loblied auf den Müßiggang“ auf die Bühne. Aktuell spielt er am Theater an der Glocksee Hannover. In Schwäbisch Hall war er im Sommer 2020 in "Das Spiel von Liebe und Zufall" auf der Großen Treppe zu sehen. In der Sommerspielzeit 2021 kehrt er für die Wiederaufnahme von "Das Spiel von Liebe und Zufall", sowie für "Nathan der Weise" zurück nach Schwäbisch Hall.

Hauke Petersen

->

Hauke Petersen wuchs in Potsdam auf und besuchte dort die Sportschule „Friedrich Ludwig Jahn“, wo er Judo auf Leistungssportniveau betrieb. Über den Jugendclub des Hans Otto Theaters Potsdam und der Schaubühne Berlin entdeckte er das Theaterspielen und studierte schließlich an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Dort macht er im Herbst 2021 seinen Abschluss und tritt ab der Spielzeit 2021/22 sein Erstengagement am Theater Vorpommern an. Während seiner Ausbildung spielte er bereits in drei Stücken am Berliner Ensemble und ist seit seinem 18. Lebensjahr auch in verschiedenen Kino- und Fernsehfilmen zu sehen. Hauke Petersen engagiert sich in einer Berliner Grundschule als Lesepate. Im Sommer 2021 wird er in Lessings „Nathan der Weise“ zum ersten Mal in Schwäbisch Hall zu sehen sein.

Marlene Reiter

->

Marlene Reiter wurde 1998 in Wien geboren. Während ihrer Schulausbildung am Akademischen Gymnasium Wien, mit Schwerpunkt Sprache, war sie Mitglied an der Jungen Burg am Burgtheater Wien und dem Jungen Ensemble Hörbiger, unter der Leitung von Maresa Hörbiger. Nach ihrem Abitur begann sie ein Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaften und veröffentlichte in einem von Studenten organisierten Magazin Gedichte. Seit September 2017 studiert sie an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig Schauspiel und macht dort 2021 ihren Abschluss. Seit der Spielzeit 2019/2020 ist sie für zwei Jahre Mitglied des Schauspielstudios am Staatsschauspiel Dresden und hat dort unter anderem mit Regisseuren wie Tom Kühnel, Daniela Löffner und Florian Hertweck gearbeitet. Im Sommer 2021 wird sie nun zum ersten Mal auf der Großen Treppe in "Nathan der Weise" zu erleben sein.

Tabea Scholz

->

Die Schauspielerin Tabea Scholz ist in diesem Sommer in Lessings' "Nathan der Weise" und in der Wiederaufnahme des „Jedermanns“ zum dritten Mal auf der Großen Treppe zu erleben. Mit Intendant Christian Doll verbindet sie jedoch eine mehrjährige Zusammenarbeit bei den Gandersheimer Domfestspielen, wo sie unter anderem in der Hauptrolle der Sara in der Uraufführung des Musicals „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ zu sehen war. Lange Jahre war Scholz am Theater Magdeburg engagiert, wo sie sowohl im Schauspiel als auch im Musiktheater große Rollen wie die Mascha in „Drei Schwestern“ oder die Sally Bowles in „Cabaret“ verkörperte. Zuletzt spielte sie an der Komödie Kassel die Elke Balz im Stück „Zickenzirkus“. Zudem war sie in den letzten Jahren an verschiedensten Theatern in Bremen, Lübeck, Bielefeld, Kassel und Hildesheim unterwegs.

Walter Sittler

->

Walter Sittler wurde in Chicago/USA geboren und wuchs in Deutschland auf. Nach dem Abschluss der Otto-Falckenberg-Schule in München spielte er fünfzehn Jahre Theater, bevor mit der Erfolgsserie „Girl friends“ der Durchbruch im Fernsehen gelang. Für die Comedy-Serie „Nikola“ erhielt er den Adolf-Grimme-Preis. Zahlreiche Fernsehfilme folgten, bis er 2006 die Rolle des auf Gotland agierenden Kommissars Robert Anders in der Krimi-Reihe „Der Kommissar und das Meer“ übernahm. Mit den szenischen Erzählungen „Als ich ein kleiner Junge war“, welches im Sommer 2021 erneut auf der Große Treppe zu sehen sein wird, und „Prost Onkel Erich“ kehrte Walter Sittler auf die Bühne zurück. „Ich bin immer noch da“ ist Titel des Programms, in dem er den letzten Ausführungen des Ausnahmekabarettisten Dieter Hildebrandt eine Stimme gibt und mit Mariele Millowitsch liest er die „Alte Liebe“ von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder. Neue Programme sind „Unsere Seelen bei Nacht“ mit Barbara Auer, „Ein Mann im Schnee“ und „Apfelblüten bei Nacht“ mit Katrin Avison und Tizian Jost. In der Sommerspielzeit 2021 wird er als Titelrolle in "Nathan der Weise" zu erleben sein.

Unsere nächsten Vorstellungen

Demnächst
Schauspiel von Duncan Macmillan und Jonny Donahoe
Neues Globe
1. und 2. Oktober, 30. und 31. März
Schauspielsolo von und mit Michael Miensopust
Neues Globe
6. und 7. Oktober
Schauspiel von Lutz Hübner und Sarah Nemitz
Neues Globe
9. Oktober
Tanztheater von Johanna Richter
Neues Globe
28., 29. und 30. Oktober
Berichte und Tagebücher des Häftlings Nr. 16921
Neues Globe
9. November
Tanztheater von Johanna Richter
Neues Globe
11., 12. und 13. November
Ein deutsches Musical von Tom van Hasselt
Neues Globe
19. und 20. November
Chor & More in Kooperation mit dem Jugendensemble
Neues Globe
27. November
Pekingoper im Taschenformat nach dem Bilderbuch von Chen Jianghong
Ab 6 Jahren
Neues Globe
28. November
Weihnachtskomödie von Patrick Barlow
Neues Globe
2., 4., 5.,17. und 18. Dezember