Stolz und Vorurteil* (*oder so)
In Jane Austens berühmtestem Roman (viel gelesen, vielfach verfilmt und adaptiert) sollen die fünf Töchtern der Familie Bennet erfolgreich verheiratet werden, wobei die Ehepartner, streng individuell abgewogen, einer idealen Mischung aus tief empfundener Herzensliebe, ökonomischer Sicherheit und höherer Standeszugehörigkeit genügen sollen. Erzählt und gespielt und mit jeder Menge musikalischer Einlagen versehen wird diese preisgekrönte Neufassung von Isobel McArthur aber von denjenigen, die im Roman nur am äußersten Rande Erwähnung finden: die Dienstbotinnen, zuständig für Waschen und Kochen und Bettenbeziehen. Sie legen Arbeitshandschuhe, Feudel und Eimer ab und spielen und singen im rasanten Rollenwechsel, Mütter, Töchter, geeignete und ungeeignete Heiratskandidaten, Soldaten, Tanten und Cousinen und verwandeln Jane Austens berühmten Roman von 1813 in eine rasante, ironische Show voller Rollenwechsel, Popsongs und pointierter Gesellschaftskritik.
Regie Julia Friede
Bühne und Kostüme Martin Dolnik
Musikalische Leitung Dominik Dittrich
Mit
Emily Mrosek
Lena Maria Eikenbusch
Camille Dombrowsky
Silke Buchholz
Anna Seeberger
Live-Musik
Dominik Dittrich
Benjamin Leibbrand
Termine
Premiere 31. Juli
Öffentliche Generalprobe 30. Juli 2026, um 20 Uhr [Karten]
Weitere Vorstellungen 1., 2., 4., 5., 6., 7., 8., 9., 11., 12., 13., 14., 15., 16., 18., 19., 21. und 22. August, jeweils um 20 Uhr
Dauer 2 Stunden 40, inkl. einer Pause
Spielort
Neues GlobeEnsemble
Silke Buchholz
War nach ihrem Schauspielstudium u.a. am Staatstheater Braunschweig, Residenztheater München, Landestheater Linz, Theater Konstanz, Bremer Theater, am Saarländischen Staatstheater und am Theater Neumarkt in Zürich engagiert. Sie war Mitbegründerin der Theater-/Performancegruppe »Landesbühne Berlin«. Mit der Stückentwicklung »Islands« tourte sie durch England, Zypern und die Kanaren. Zwischen 2012 und 2017 spielte sie am Saarländischen Staatstheater als Jenny in der „Dreigroschenoper“ (Regie: Dagmar Schlingmann) und als Elmire in „Tartuffe“ (Regie: Michael Talke). Mit den freien Produktionen "Patentöchter", "#circe", "Am Boden" und "Wie Europa gelingt" tourte sie durch ganz Deutschland. Als Alberta war sie in "Titanic - Schöne Menschen spielen große Gefühle" bei den Burgfestspielen Mayen und Bad Hersfeld, den Freilichtspielen Schwäbisch Hall und den Schlossfestspielen Ettlingen zu sehen. Seit Januar 2026 spielt sie am Staatstheater Braunschweig die Rolle des Snaut in "Solaris" von Stanisław Lem. Silke Buchholz arbeitet außerdem seit vielen Jahren als Hörbuchsprecherin. In Hall ist sie in diesem Jahr in „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“ zu sehen.
Camille Dombrowsky
Wurde in Berlin geboren und stand schon als Jugendliche auf der Bühne.
2014 erlangte sie beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ im Fach Gesang den 1. Preis und studierte im Anschluss klassischen Gesang an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig.
Darauf folgte gleich ein weiteres Studium, diesmal im Fach Schauspiel ebendort. Ihr Studiojahr absolvierte sie am Neuen Theater Halle, zudem gastierte sie u.a. am Nationaltheater Mannheim. Vor und während des Studiums wirkte sie in Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen mit. [nbsp]Bis zur Spielzeit 2023/24 gehörte sie zum Ensemble des Schauspiel Stuttgart; seit 2024/25 arbeitet sie freischaffend u.a. in Mannheim, Stuttgart und Berlin. In Hall spielt sie in „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“.
Lena Maria Eikenbusch
Geboren in Berlin, aufgewachsen in der Lüneburger Heide, studiert in München an der Otto-Falckenberg-Schule. Schon als Jugendliche spielt sie die “Julia” zur Eröffnung des Jungen
Schauspiel Hannover. Während der Schauspielschule arbeitet sie mit Herbert Fritsch und Dimiter Gotscheff am Residenztheater München und wird 2013 mit „Zement“ zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Zurück in Berlin absolviert sie eine Ausbildung in zeitgenössischem Tanz und den M.A. „Spiel und Objekt“ an der HfS Ernst Busch. In dieser Zeit arbeitet sie u.a. mit dem Medientheaterkollektiv machina eX und dem Center for Literature. Neben freien Forschungsprojekten, in denen sie sich an spielerischen / erzählerischen Verbindungen zwischen physischen Körpern und digitalen Räumen erprobt, arbeitet sie als Schauspielerin am Deutschen Theater Berlin, am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Theater der jungen Welt Leipzig, außerdem für Film und Fernsehen. In Hall spielt sie in diesem Sommer in „Der gestiefelte Kater“ und in „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“.
Emily Mrosek
Geboren und aufgewachsen in Bonn, entdeckte sie bereits in jungen Jahren ihre Leidenschaft zu den darstellenden Künsten. Als Jugendliche wirkte sie in verschiedenen Produktionen der Bonner Oper wie „Turandot", „Tosca" und dem Musical „Anatevka" mit. 2024 schloss sie ihr Musicalstudium in München an der Theaterakademie August Everding ab. Dort spielte sie im Prinzregententheater Sir Andrew in „Twelfth Night", Pam in „Baby" und Winnifred in „Once upon a Mattress". 2024 übernahm sie die Rolle der Annette Reille in „Der Gott des Gemetzels" im Theater an der Effingerstraße in Bern. Anfang 2025 war sie als Ruth Maier im Musical „Briefe von Ruth" in der Kammeroper in Wien zu sehen. In Hall spielt sie wiederum Julia in „Romeo und Julia“ die Prinzessin in "Der gestiefelte Kater" und Anne in "Stolz und Vorurteil* (*oder so)".
Anna Seeberger
Nach ihrem Schauspielstudium am Mozarteum Salzburg war sie von 2020-2025 festes Ensemblemitglied am Oldenburgischen Staatstheater. Zuletzt war sie u.a. zu sehen in der Uraufführung „Piratenrepublik“ von Łukasz Ławicki und als Antigone in „Antigone/Schwester von“ (Regie: Ebru Tartıcı Borchers). Neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin führte sie selbst Regie, leitete mehrere Jugendclubs und entwickelte mit ihren Kolleg*innen Iman Tekle und Calixto María Schmutter den Abend „Was bin ich denn seit einer Handvoll Stunden (Pause, in welcher sie sich sammelt)“, der am Oldenburgischen Staatstheater uraufgeführt wurde. Nun lebt sie als freischaffende Schauspielerin wieder in ihrer Zu-Hause-Stadt Berlin und kommt für „Stolz und Vorurteil* (*oder so)" erstmals nach Schwäbisch Hall.