Komödie von William Shakespeare

Was ihr wollt

Die Welt der jungen Viola ist in Aufruhr. Ein Sturm auf hoher See, Schiffbruch! Mit letzter Kraft rettet sie sich und strandet im fremden Illyrien. Was jetzt? Am besten erst mal verkleiden. Und zwar als Mann. Unter dem Decknamen „Cesario“ wird Viola zum Diener des Herzogs Orsino, in den sie sich unglücklich verliebt, denn der liebt Olivia. Genau wie Malvolio. Und irgendwie auch Bleichenwang. Doch Olivia will keinen ihrer Verehrer. Sie verliebt sich in Cesario. Aber Cesario ist ja Viola, und die hat sich in Orsino verliebt. Wie rettet man sich bloß aus diesem Liebes-Wirrwarr?

William Shakespeares Liebes-, Geschlechter- und Verwechslungskomödie „Was ihr wollt“ war vermutlich die erste Komödie, die 1601 in seinem Londoner Globe Theatre gespielt wurde. 418 Jahre später ist sie nun als Eröffnungsinszenierung des Neuen Globe in Schwäbisch Hall zu erleben, unter der Regie des Intendanten Christian Doll.

Herzog Orsino Dirk Schäfer
Valentin, sein Diener Benjamin Leibbrand
Gräfin Olivia Martina Maria Reichert
Malvolio, ihr Haushofmeister Gunter Heun
Maria, ihre Kammerfrau Rika Weniger
Sir Toby Rülp, ihr Onkel Carl-Ludwig Weinknecht
Sir Andrew Blassbacke Ralph Kinkel
Feste, der Narr Dirk Weiler
Viola Alice Hanimyan
Kapitän Natanaël Lienhard
Sebastian Natanaël Lienhard
Die Antonios Sebastian Strehler, Benjamin Leibbrand
Die Musiker Benjamin Leibbrand (Reeds), Natanaël Lienhard (Cello), Sebastian Strehler (Gitarre), Alice Hanimyan (Klavier)

Regie Christian Doll
Musikalische Leitung Dominik Dittrich
Bühne und Kostüme Anne Brüssel
Lichtdesign Uwe Grünewald
Dramaturgie Georg Kistner
Regieassistenz Philip Dreher
Ausstattungsassistenz Karina Liutaia
Regiehospitanz Luca Hobusch, Anna-Carina Pilzecker
Ausstattungshospitanz Anna Jacob

 

Rezensionen

Der lange Applaus am Ende gilt einem Ensemble, das Shakespeare farbenreich, komisch, tragisch und mit viel Musik auf die Bühne gebracht hat; er gilt vor allem aber auch dieser Bühne selbst und dem Regisseur, der alle Vorzüge, Besonderheiten seines Hauses klar herausstellt.
Thomas Morawitzky, Stuttgarter Zeitung

Insgesamt ist den Freilichtspielen Schwäbisch Hall mit diesem Stück eine heitere, trotz fast drei Stunden Dauer kurzweilige Aufführung gelungen, die sicher viele Besucher einladen wird, weitere Stücke in diesem schönen, neuen Theaterbau zu besuchen.
Monika Everling, Haller Tagblatt

Termine

Eröffnungspremiere 30. März, 20 Uhr
Weitere Vorstellungen 31. März, 4.-6. April, 18.-20., 25.-27. Juli, 13.-18., 20.-22. August, jeweils 20 Uhr
Geschlossene Vorstellung 3. April, 20 Uhr

Spielort

Neues Globe

Ensemble

Alice Hanimyan

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In ihrer dritten Spielzeit in Schwäbisch Hall ist Alice Hanimyan in gleich vier Produktionen zu erleben: Sie ist erneut die Gina in „Don Camillo und Peppone“, spielt die Viola in „Was ihr wollt“, tritt in der musikalischen Komödie „Ewig Jung“ und im Theaterspaziergang „Williams weite Welt“ auf. Im Winterprogramm präsentierte sie zudem ihren Sixties-Abend "Two Girls and a Boy". Neben großen Musicalrollen wie der Natalie in „Fast Normal“ bei den Hamburger Kammerspielen oder der Serena in „Fame“ am Theater Schwerin sowie Hauptrollen in zahlreichen Kinderstücken spielte Hanimyan bereits mehrfach in Shakespeare-Inszenierungen des Intendanten Christian Doll bei den Gandersheimer Domfestspielen.

Gunter Heun

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Wenn es um große Rollen in Schauspielklassikern geht, vertraut Intendant Christian Doll immer wieder der besonderen Ausstrahlung seines langjährigen Weggefährten Gunter Heun. Nach dem Wilhelm Tell im Vorjahr ist er in diesem Sommer im „Jedermann“ erneut in einer Titelrolle auf der Großen Treppe zu sehen. Zudem spielt er den Malvolio in „Was ihr wollt“ im Neuen Globe und ist als Don Camillo in „Don Camillo und Peppone“ sowie im Theaterspaziergang „Williams weite Welt“ wieder zu erleben, für den er auch die Theaterfassung mitentwickelte. In seiner langjährigen Laufbahn war Heun u. a. am Deutschen Theater Göttingen, am Staatstheater Wiesbaden sowie an den Theatern in Luzern und Regensburg und bei den Gandersheimer Domfestspielen engagiert.

Ralph Kinkel

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Ralph Kinkel gibt in dieser Spielzeit als Sir Andrew Blassbacke in „Was ihr wollt“ und als Vogelscheuche in „Der Zauberer von Oz“ sein Debüt bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall. Er wurde 1990 als Sohn einer banater-schwäbischen Aussiedlerfamilie in Regensburg geboren. Von 2009 bis 2013 studierte er an der Universität Mozarteum in Salzburg und wurde mit seinem Jahrgang mit dem Ensemblepreis des 21. Treffens deutscher Schauspielstudierender ausgezeichnet. Kinkel gastierte u. a. am Staatstheater Stuttgart, am Salzburger Landestheater, am Theater der Jugend in Wien und am Theater Erlangen. Von 2014 bis 2017 war er festes Ensemblemitglied am Staatstheater Braunschweig. Seit 2017 ist er als freier Schauspieler tätig.

Benjamin Leibbrand

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Der freischaffende Kommunikations- und Mediendesigner tourt seit dem Jahr 2012 mit seiner Kultband Tante Polly aus Hamburg St. Pauli durch die Weltgeschichte. Im Vorjahr erschien mit „Tristesse Totale“ bereits das dritte Album der Band. Mit Tante Polly landet Benjamin Leibbrand regelmäßig auch auf der Theaterbühne, u. a. in der "Dreigroschenoper" am Theater Heidelberg, „Der Zauberer von Oz“ in Essen und „Eselhundkatzehahn“ in Bad Gandersheim. In Schwäbisch Hall ist er im Sommer 2019 in „Was ihr wollt“, „Don Camillo und Peppone“ und im Theaterspaziergang „Williams weite Welt“ zu erleben.

Natanaël Lienhard

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Der Sohn eines Franzosen und einer deutschen Schauspielerin verkörpert bei den Freilichtspielen den Kommunisten Fulmine in „Don Camillo und Peppone“ und Violas tot geglaubten Bruder Sebastian in „Was ihr wollt“. Nach Festengagements am Theater Heidelberg und am Badischen Staatstheater Karlsruhe arbeitet Lienhard seit 2014 als freier Schauspieler an der Württembergischen Landesbühne Esslingen, am Badischen Staatstheater Karlsruhe und bei Lokstoff! Theater im öffentlichen Raum in Stuttgart. Neben klassischen Schauspielrollen ist er auch mit seinem Liederabend „Jacques Brel – On n’oublie rien“ regelmäßig an verschiedenen Bühnen zu erleben.

Martina Maria Reichert

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Martina Maria Reichert ist in diesem Sommer als Buhlschaft im „Jedermann“ sowie als Gräfin Olivia in „Was ihr wollt“ zu erleben. Als Schauspielerin war sie u. a. an den Münchener Kammerspielen, dem Schauspiel Frankfurt und dem Theater Freiburg engagiert und erhielt für ihre Mitwirkung in „Kaspar Häuser Meer“ am Theater Erlangen einen Darstellerpreis bei den Bayerischen Theatertagen. Im Fernsehen war sie u. a. in der BBC-Produktion „Nuclear Secrets“ zu erleben. Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin und Regisseurin ist sie auch als Life- und Businesscoach tätig. Außerdem leitet sie regelmäßig Jugendprojekte, so auch vergangenes Jahr „Wir sind Faust“, das integrative Projekt des Freilichtspiele-Jugendensembles.

Dirk Schäfer

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Als Haller Reformator Johannes Brenz in „Brenz 1548“, Bürgermeister Peppone in „Don Camillo und Peppone“, in Jacques-Brel-Konzerten und als Stauffacher in „Wilhelm Tell“ hinterließ Dirk Schäfer in den vergangenen Jahren einen bleibenden Eindruck in der Festspielstadt. 2019 ist er erneut als Peppone sowie als Orsino in „Was ihr wollt“ in Schwäbisch Hall zu erleben. Dirk Schäfer arbeitete in seiner erfolgreichen Karriere u. a. fest am Theater Kiel sowie in Gastengagements am Thalia Theater, den Kammerspielen und der Staatsoper in Hamburg, an den Staatstheatern in Wiesbaden, Braunschweig, Kassel, Cottbus, Nürnberg und Darmstadt und war in großen Rollen wie Karl Moor, Frank´N´Furter, Jason, Professor Higgins oder Bassa Selim zu sehen.

Sebastian Strehler

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Der Schauspieler und Musicaldarsteller ist Mitglied der Hamburger Band Tante Polly, mit der er in „Don Camillo und Peppone“, im Theaterspaziergang „Williams weite Welt“ und in „Was ihr wollt“ bei den Freilichtspielen zu erleben ist. Strehler wurde mit dem fastfood-Theater München Deutscher Meister im Improvisationstheater und gewann den 2. Preis beim Bundeswettbewerb Gesang. Er war festes Mitglied des Musicalensembles des TfN Hildesheim und verkörperte in Bad Gandersheim den Jaques in „Wie es euch gefällt“, unter der Regie von Freilichtspiele-Intendant Christian Doll. Am Theater in Kempten inszenierte er das Kinderstück „An der Arche um acht“ und war dort zuletzt musikalischer Leiter und Darsteller des Kasperl in „Der Räuber Hotzenplotz“.

Dirk Weiler

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Als Jesus in „Don Camillo und Peppone“ und Otto in „Die Wahlverwandschaften“ feierte Dirk Weiler 2017 seinen Einstand in Schwäbisch Hall. 2018 spielte er bei „Wilhelm Tell“ und In dieser Spielzeit ist er in gleich drei Produktionen zu erleben: als Narr in Shakespeare’s „Was ihr wollt”, Herr Weiler in der musikalischen Komödie „Ewig Jung“ und erneut als Jesus in „Don Camillo und Peppone“. Weiler arbeitete zehn Jahre lang als Schauspieler und Sänger in New York, wo er u. a. Preisträger der Lotte Lenya Competition und des New York Nightlife Awards war. Sowohl im Sprechtheater als auch im Musiktheater zu Hause war er u. a. in Hauptrollen bei Stücken wie „Ganz oder Gar Nicht“, „Crazy for You“, „Jesus Christ Superstar“, „Chess“, „Ein Käfig voller Narren“, „Die lustige Witwe“, „Frau Luna“, „Der Kirschgarten“, „Highway to Hellas“, „Comedian Harmonists“ und „ Catch me if you can“ zu sehen.

Carl-Ludwig Weinknecht

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Als Sir Tobi Rülp ist Carl-Ludwig Weinknecht in der Komödie „Was ihr wollt“ im Neuen Globe zu erleben. Der Niedersachse begann seine Schauspieler-Laufbahn am Schauspiel Köln. Nach Engagements in Bremen, Regensburg, Gießen, Aachen und Oberhausen kehrte er nach Köln zurück und lebte dort fast 15 Jahre, in denen er als Schauspieler und Dozent für Schauspiel tätig war. Bei den Freilichtspielen stand er zuletzt u. a. als Kaiser Karl V. in „Brenz 1548“ sowie in „Wilhelm Tell“ auf der Bühne. Im Herbst 2019 beginnt Weinknecht ein Festengagement als Schauspieler am Rheinischen Landestheater Neuss – unter der Intendanz von Caroline Stolz, in Schwäbisch Hall bekannt durch ihre Inszenierung von „Die Wahlverwandtschaften“ im Haller Theaterzelt.

Rika Weniger

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Als Maria in „Was ihr wollt“ sowie in mehreren Rollen im Kinderstück „Der Zauberer von Oz“ präsentiert sich Rika Weniger erstmals in Schwäbisch Hall. Bereits während ihres Studiums an der HMT Rostock erhielt sie einen Darstellerpreis beim Treffen deutschsprachiger Schauspielschulen. Ihre Engagements führten sie ans Oldenburgische Staatstheater und Braunschweiger Staatstheater, wo sie u. a. an erfolgreichen Produktionen der Preisträger des internationalen „Fast-Forward”-Festivals für junge Regie mitwirkte. So wurde das Chorstück “M(other) Courage” für den Faustpreis nominiert, während sie mit “Heimat(en)” u. a. auf das Festival d’Avignon eingeladen wurde. Zuletzt war Weniger im Stück „Grundgesetz“ am Maxim Gorki Theater zu sehen.